Zweiter Pass kaufen: Warum du das Falsche jagst

Inhaltsverzeichnis
  1. Zweiter Pass kaufen – was der Begriff eigentlich meint
  2. Warum der Kauf eines zweiten Passes oft der falsche Weg ist
  3. Praxisbeispiel: So hat ein Unternehmer das konkret umgesetzt
  4. Warum sich das strukturell nicht mehr umkehrt
  5. Was Unternehmer mit Substanz jetzt konkret tun
  6. Die 5 größten Fehler beim Wunsch, einen zweiten Pass zu kaufen
  7. Fazit: Nicht den Pass jagen, das Fundament bauen
  8. Dein nächster Schritt

Vom Balkon meines Hauses auf Grand Bahama aus sehe ich das türkise Wasser, und Miami ist nur 20 Flugminuten entfernt. Fast jede Woche schreibt mir zudem jemand aus Deutschland, der Österreich oder der Schweiz dieselbe Frage: Wo und wie kann ich mir einen zweiten Pass kaufen? Die Menschen wollen Freiheit, einen Notausgang, ein Stück Unabhängigkeit vom eigenen Staat.

Ich verstehe diesen Impuls sehr gut, denn ich bin selbst dreimal ausgewandert. Was die meisten allerdings nicht wissen: Der Gedanke, einen zweiten Pass kaufen zu wollen, führt oft am Ziel vorbei. Er ist zudem teuer, langsam und löst häufig gar nicht das eigentliche Problem. Wer clever ist, jagt daher nicht den Pass, sondern die richtige Struktur dahinter.

In meinen über drei Jahrzehnten als Immobilienentwickler habe ich gelernt: Der Pass ist das Endprodukt, nicht der Startpunkt. Zuerst brauchst du eine steuerlich saubere Basis, eine reale Immobilie und eine Residenz. Genau das beschreibe ich in meinem Leitfaden zu Plan B: Zweite Residenz über Immobilien. Lass uns aufräumen mit den teuren Denkfehlern rund um den Kauf eines zweiten Passes.

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2. Du zahlst mehr als 35% Einkommens- oder Körperschaftsteuer?

3. Du hast konkret über eine zweite Residenz nachgedacht?

4. Du willst in den nächsten 24 Monaten handeln?

Zweiter Pass kaufen – was der Begriff eigentlich meint

Wenn Leute davon sprechen, einen zweiten Pass kaufen zu wollen, meinen sie meist zwei völlig verschiedene Dinge. Das solltest du daher zuerst sauber trennen, sonst zahlst du für das Falsche.

Citizenship by Investment (CBI)

Hier erwirbst du gegen eine Investition tatsächlich eine zweite Staatsbürgerschaft samt Reisepass. Länder wie einige Karibikstaaten oder Malta bieten das an. Du zahlst zudem eine Spende oder investierst in Immobilien und erhältst nach Prüfung den Pass. Klingt einfach, ist allerdings teuer und politisch zunehmend unter Druck.

Residency by Investment (RBI)

Hier erwirbst du gegen eine Investition eine Aufenthaltsgenehmigung, also eine zweite Residenz. Kein Pass, dennoch ein legaler Wohnsitz. Genau das bieten die Bahamas an. Und genau hier liegt oft der klügere Hebel.

Die entscheidende Frage lautet also nicht, wo du einen zweiten Pass kaufen kannst. Die Frage lautet hingegen: Was willst du wirklich erreichen? Steuerfreiheit? Einen Wohnsitz außerhalb der EU? Reisefreiheit? Vermögensschutz? Denn für die meisten dieser Ziele brauchst du keinen zweiten Pass, sondern die richtige Residenz plus Struktur.

Ein Pass ändert nämlich weder deine Steuerpflicht noch deinen Wohnsitz automatisch. Du kannst zwei Pässe besitzen und trotzdem voll in Deutschland steuerpflichtig bleiben. Daher ist der Pass allein oft ein teures Stück Papier ohne echten Nutzen. Wer hingegen seinen Lebensmittelpunkt sauber verlagert, spart Steuern, gewinnt Reisefreiheit und baut echten Plan B auf. Wie das mit Immobilien funktioniert, zeige ich dir in meinem Überblick zur Immobilien-Diversifikation im Ausland. Kurz gesagt: Erst die Basis, dann vielleicht irgendwann der Pass.

Warum der Kauf eines zweiten Passes oft der falsche Weg ist

Jetzt kommen wir zum unbequemen Teil. Denn die Idee, einfach einen zweiten Pass kaufen zu wollen, hat handfeste Nachteile, die viele Anbieter verschweigen. Hier sind daher die wichtigsten Fallstricke.

Pain Point 1: Der Pass löst dein Steuerproblem nicht

Deutschland besteuert nach Wohnsitz und Lebensmittelpunkt, nicht nach Staatsbürgerschaft. Solange dein Zuhause in Deutschland bleibt, bleibst du steuerpflichtig. Der Tax Wedge in Deutschland liegt laut OECD bei 47,9 Prozent. Ein zweiter Pass senkt davon keinen einzigen Cent. Nur ein echter Wegzug tut das.

Pain Point 2: Citizenship by Investment ist politisch unter Druck

Die EU hat Programme wie das maltesische wiederholt kritisiert und teils gerichtlich gestoppt. Ein heute gekaufter Pass kann daher morgen an Wert verlieren, wenn Visa-Freiheiten gestrichen werden. Du kaufst also ein Produkt mit unsicherer Haltbarkeit.

Pain Point 3: Die Wegzugsbesteuerung schlägt zu

Seit dem 1.1.2025 ist die Wegzugsbesteuerung nach §6 AStG verschärft. Wer Anteile hält und wegzieht, zahlt sofort auf stille Reserven. Einen zweiten Pass zu kaufen, ohne diese Falle zu kennen, ist gefährlich. Details dazu findest du in meinem Beitrag zur UK Non-Dom-Abschaffung und dem richtigen Plan B.

Pain Point 4: Deutsche Immobilien als Klotz am Bein

Viele wollen wegziehen, hängen aber am Betongold. Die Netto-Mietrendite in Deutschland liegt laut Investropa bei nur 2,5 bis 3,5 Prozent. Gleichzeitig zahlten 48,4 Prozent der Vermieter zuletzt keinen Gewinn. Ein Pass ändert daran nichts. Die Immobilie muss mit.

Pain Point 5: Grundsteuer und Sanierungspflicht fressen die Rendite

Nach der Reform zahlen 79 Prozent der Vermieter mehr Grundsteuer, im Extremfall plus 119 Prozent. Dazu kommen Sanierungskosten von 80.000 bis 150.000 Euro pro Objekt durch die EU-Gebäuderichtlinie. Wer nur den Pass kauft und die Heimatmarkt-Falle ignoriert, verliert weiter Geld. Warum das strukturell ist, erkläre ich in meiner Analyse zur Heimatmarkt-Falle bei Immobilien.

Pain Point 6: Zeit und Kosten werden unterschätzt

Ein CBI-Pass kostet oft mehrere Hunderttausend Euro plus Gebühren, und die Prüfung dauert. Für dasselbe Geld baust du hingegen auf den Bahamas eine reale Immobilie mit steuerfreier Rendite und einer dauerhaften Residenz auf. Das ist folglich der bessere Deal.

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Praxisbeispiel: So hat ein Unternehmer das konkret umgesetzt

Ein Hamburger Immobilienunternehmer, 52, mit rund 3 Millionen Euro Vermögen, kam mit genau dieser Frage zu mir: Wo kann ich mir einen zweiten Pass kaufen? Er fühlte sich zudem in Deutschland eingeengt, zahlte einen Spitzensteuersatz und fürchtete die Vermögensteuer-Debatte, die im März 2026 wieder im Bundestag lief.

Zunächst rechneten wir gemeinsam durch. Seine deutschen Mietobjekte warfen netto rund 3 Prozent ab, gleichzeitig fraßen zudem Grundsteuer und anstehende Sanierungen die Rendite auf. Ein gekaufter Pass hätte ihn allerdings über 300.000 Euro gekostet und sein eigentliches Problem, die deutsche Steuerlast, nicht gelöst.

Stattdessen entschied er sich für den Weg über eine reale Immobilie. Er investierte daher 1 Million USD in eine Wohnimmobilie auf den Bahamas und beantragte die Economic Permanent Residency. Die offizielle Bearbeitungszeit liegt bei 3 bis 9 Monaten, und das Überraschende: Er konnte sofort vor Ort leben, während die Behörde noch arbeitete. Kombiniert mit einer Bahamas IBC und einer US-LLC baute er zudem die Struktur für den US-Marktzugang auf.

Das Ergebnis nach 18 Monaten: 0 Prozent Einkommensteuer auf seine Mieteinkünfte, eine dauerhafte Residenz und eine Rendite auf sein neues Objekt, die deutlich über den deutschen 3 Prozent lag. Eine Hürde hatte er allerdings unterschätzt, nämlich das persönliche Interview mit der Immigration. Darauf hatten wir ihn daher gezielt vorbereitet.

Sein Fazit: „Ich wollte einen Pass kaufen und dachte, das sei die Lösung. Am Ende habe ich etwas viel Wertvolleres bekommen – Rendite, Wohnsitz und Ruhe, alles in einem Schritt.“ Ähnliche Wege findest du in meiner Bahamas Permanent Residency Case Study.

Warum sich das strukturell nicht mehr umkehrt

Viele hoffen, dass sich die Lage in Deutschland und Europa bald bessert. Ich fürchte allerdings, das Gegenteil ist der Fall. Die Trends sind zudem strukturell, nicht vorübergehend. Lass uns die Zahlen nüchtern vergleichen.

Deutschland: Die Schraube zieht sich an

Die Kaufpreise stiegen zwischen 2014 und 2024 um 55 Prozent, die Mieten aber nur um 17 Prozent. Die Mietpreisbremse gilt zudem bis Ende 2029. Die Grunderwerbsteuer erreicht bis zu 6,5 Prozent. Firmeninsolvenzen stiegen 2026 außerdem um 10,3 Prozent auf über 24.000. Und die Vermögensteuer-Debatte kocht erneut hoch. Wer hier bleibt, kämpft folglich strukturell bergauf.

Europa insgesamt: Hochsteuer bleibt Hochsteuer

Frankreich verlangt inklusive Sozialabgaben über 55 Prozent Spitzensteuer. Das UK hat zudem sein Non-Dom-Regime zum 6.4.2025 abgeschafft, woraufhin vermögende Residents Richtung Dubai, Monaco und Italien flohen. Portugal beendete außerdem 2024 sein NHR-Regime für Neuzuzügler. Überall werden die Türen enger. Der Henley Private Wealth Migration Report 2025 spricht folglich von einer rekordverdächtigen Verlagerung vermögender Personen aus Hochsteuerländern.

Dubai: Der beliebte, aber halbe Ausweg

Viele weichen nach Dubai aus. Doch seit 2023 gilt dort eine Körperschaftsteuer von 9 Prozent, und die Wüstenhitze plus die kulturelle Distanz passen nicht zu jedem. Warum Dubai oft der falsche Reflex ist, beschreibe ich in meinem Beitrag zur Non-Dom-Abschaffung und dem Plan B ohne Wüstenhitze.

Bahamas: 0/0/0 mit realer Substanz

Auf den Bahamas gelten dagegen 0 Prozent Einkommensteuer, 0 Prozent Kapitalertragsteuer und 0 Prozent Erbschaftsteuer. Keine Vermögensteuer. Der Bahama-Dollar steht 1:1 zum US-Dollar, das Rechtssystem basiert auf Common Law, und Miami ist 20 Minuten entfernt. Diese Struktur ist nicht neu erfunden, sondern seit Langem stabil. Genau das macht sie planbar. Wie eng Grand Bahama und Florida wirtschaftlich verzahnt sind, erkläre ich in meinem Beitrag zu Grand Bahama und Florida als ein Großraum.

Andere Karibikvarianten scheitern übrigens oft an fehlender Rechtssicherheit. Warum etwa Curaçao selten hält, was es verspricht, habe ich in meiner Analyse zum Curaçao Steuerwohnsitz aufgeschrieben. Der Unterschied liegt im Detail – und im Fundament.

Was Unternehmer mit Substanz jetzt konkret tun

Wer die Zahlen kennt, plant anders. Statt einen zweiten Pass kaufen zu wollen, baut der clevere Unternehmer daher zuerst das Fundament. Und das sieht in der Praxis so aus.

Zunächst prüfst du dein eigentliches Ziel ehrlich. Willst du Steuern sparen, Reisefreiheit oder Vermögensschutz? Für fast alle diese Ziele reicht zudem eine zweite Residenz plus saubere Struktur. Einen zweiten Pass kaufen brauchst du dafür folglich oft gar nicht.

Anschließend verlagerst du deinen Lebensmittelpunkt real, nicht nur auf dem Papier. Genau hierüber schreibe ich viel, etwa in meinem Beitrag zum zweiten Wohnsitz im Ausland. Die Behörden schauen auf Fakten: Wo wohnst du wirklich, wo ist deine Familie, wo dein Alltag?

Danach kommt der entscheidende Hebel: die eine Investition, die mehreres gleichzeitig löst. Ab 1 Million USD in eine Bahamas-Wohnimmobilie bekommst du folglich drei Dinge in einem Schritt. Erstens steuerfreie Mieteinkünfte dank der 0/0/0-Struktur. Zweitens die begehrte Permanent Residency, dauerhaft gültig, Äquivalent zur US Green Card. Drittens einen Lifestyle 20 Minuten von Miami gratis dazu. Wer schneller will, wählt hingegen den Fast Track ab 2,5 Millionen USD mit Bearbeitung in nur 21 bis 45 Tagen.

Wer noch nicht siebenstellig investieren will, startet mit der Home Owner’s Residence Card. Diese hat keine gesetzliche Mindestsumme, der reine Immobilienerwerb qualifiziert dich. Ideal für Banking und Steuerfreiheit als Einstieg. Ich arbeite dabei bewusst mit kleinen Projekten zwischen 1 und 5 Millionen USD und maximal vier Anlegern. Sicherheit hat immer Vorrang vor Rendite – Fonds sind für mich tabu, ich setze auf reales Eigentum mit voller Kontrolle. Details dazu findest du bei meinen aktuellen Projekten wie Alma Residences.

Die 5 größten Fehler beim Wunsch, einen zweiten Pass zu kaufen

  1. Den Pass mit Steuerfreiheit verwechseln. Ein zweiter Pass senkt deine deutsche Steuerlast nicht, solange dein Wohnsitz bleibt. Was du stattdessen tun solltest: Zuerst den Lebensmittelpunkt sauber verlagern, dann über den Pass nachdenken.
  2. Die Wegzugsbesteuerung ignorieren. Seit 1.1.2025 greift §6 AStG härter, und ein unbedachter Wegzug kann sofort teuer werden. Was du stattdessen tun solltest: Die Struktur vor dem Umzug planen, damit stille Reserven nicht sofort besteuert werden.
  3. Deutsches Betongold blind behalten. Wer wegzieht, aber renditeschwache Objekte behält, verschenkt Kapital. Was du stattdessen tun solltest: Das Portfolio international diversifizieren, etwa über Betongold-Immobilien im Ausland.
  4. Auf unsichere CBI-Programme setzen. Politisch bedrohte Passprogramme können ihren Wert verlieren. Was du stattdessen tun solltest: Auf stabile Residency-Programme mit realer Immobilie setzen, wie auf den Bahamas.
  5. Alles alleine durchdenken – ohne jemanden, der die Fallstricke kennt. Ich habe dreimal ausgewandert, und beim zweiten Mal kostete mich ein Fehler viel Geld und Nerven. Was du stattdessen tun solltest: Hol dir jemanden dazu, der den Weg selbst gegangen ist. Meine Lernkurve habe ich in meinem Buch Auswandern Bahamas ehrlich aufgeschrieben.

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Fazit: Nicht den Pass jagen, das Fundament bauen

Das Fass läuft über – und wer die Zahlen kennt, weiß: Das ist kein vorübergehendes Problem. Das ist folglich eine strukturelle Verschiebung. Steigende Grundsteuer, sinkende Renditen, verschärfte Wegzugsbesteuerung und eine wiederkehrende Vermögensteuer-Debatte. Einen zweiten Pass kaufen zu wollen löst davon allerdings nichts, wenn das Fundament fehlt.

Die Frage ist nicht ob du reagieren solltest, sondern wann. Wer heute strukturiert, hat morgen die Wahl. Wer wartet, zahlt den Preis – in Form von Steuern, Sanierungskosten oder verlorener Zeit. Über den Vergleich verschiedener Wege habe ich auch in meinem Beitrag zu Panama Residency und dem übersehenen Risiko geschrieben.

Ich bin diesen Weg selbst gegangen. Dreimal. Und ich zeige dir, was wirklich funktioniert – nicht als Berater mit Theoriemappe, sondern als Entwickler, der das Fundament baut. Mehr über mich als Plan B Architekt erfährst du hier.

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Dein nächster Schritt

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