Inhaltsverzeichnis
- Was bedeutet Bahamas Lifestyle für Unternehmer?
- Ein Arbeitstag in Freeport: Zeitzone, Internet, Netzwerk
- Lebenshaltungskosten: Bahamas vs. Deutschland
- Die richtige Unternehmensstruktur für den Bahamas Lifestyle
- Residency: der rechtliche Anker für den Bahamas Lifestyle
- Wo wohnen? Die Wohnlagen im Vergleich
- Schritt für Schritt zum Bahamas Lifestyle
- Praxisbeispiel: Ein Tech-Unternehmer vor dem Exit
- Fallstricke beim Bahamas Lifestyle für Unternehmer
- Einordnung: Der Bahamas Lifestyle als Plan B außerhalb der EU
- Fazit: Nicht die Steuer entscheidet, sondern die Struktur
- Häufige Fragen zum Bahamas Lifestyle für Unternehmer
- Zwei Wege – je nachdem, wer du bist
Ich sitze an einem gewöhnlichen Dienstag um sieben Uhr morgens in Freeport auf Grand Bahama am Schreibtisch. In Frankfurt ist es dann 13 Uhr, in Miami ebenfalls sieben. Der erste Call geht nach München, der zweite nach Coral Gables. Genau so sieht der Bahamas Lifestyle als Unternehmer aus, den ich seit 2020 lebe – weniger Postkarte, mehr Organisation.
Die meisten Artikel zum Bahamas Lifestyle für Unternehmer beginnen mit 0 % Einkommensteuer. Das stimmt, greift aber zu kurz. Denn die Steuer am Zielort ist nicht das, was über Erfolg oder Frust entscheidet. Entscheidend sind Zeitzone, Internet, Struktur, Residency, Wohnlage und die Frage, was in Deutschland steuerlich bleibt.
Aber was die meisten nicht sehen: Wer nur wegen der Steuer kommt, scheitert meist am Alltag. Wer dagegen den Alltag versteht, findet hier einen Anker, der weit über die Steuer hinausgeht. Ich bin dreimal ausgewandert. Beim ersten Mal wäre es fast eine Katastrophe geworden, beim zweiten Mal kostete mich ein Fehler viel Geld. Der dritte Weg auf die Bahamas lief reibungslos. In diesem Ratgeber zeige ich dir deshalb, wie der Bahamas Lifestyle für Unternehmer wirklich funktioniert – mit Kosten, Strukturen, Residency-Wegen, einem Praxisbeispiel und den typischen Fallstricken.
Was bedeutet Bahamas Lifestyle für Unternehmer?
Der Bahamas Lifestyle für Unternehmer bedeutet, ein Unternehmen ortsunabhängig von den Bahamas aus zu führen – in der US-Zeitzone, unter englischem Common Law, mit 0 % Einkommensteuer am Zielort und rund 20 Minuten Flugzeit von Grand Bahama nach Miami. Er ist kein Urlaub, sondern ein Arbeitsmodell mit Wohnsitz-Option außerhalb der EU.
Die Rahmendaten sind klar. Laut Bahamas Investment Authority erheben die Bahamas 0 % Einkommensteuer, 0 % Kapitalertragsteuer, 0 % Erbschaftsteuer und keine Vermögensteuer. Der Bahama-Dollar ist 1:1 an den US-Dollar gekoppelt. Amtssprache ist Englisch, das Land ist seit 1973 unabhängig und Mitglied des Commonwealth. Die Bahamas liegen in der Eastern Time Zone, also in derselben Zeitzone wie New York und Miami.
Für Unternehmer aus dem DACH-Raum ist jedoch etwas anderes wichtiger: Der Bahamas Lifestyle muss nicht heißen, Deutschland komplett zu verlassen. Viele meiner Mandanten bauen hier zunächst eine Option auf, während Betrieb, Familie und Steuerpflicht in Deutschland bleiben. Ich nenne das „Auswandern ohne auszuwandern“. Wie dieser Ansatz über eine Immobilie funktioniert, beschreibe ich im Leitfaden zur zweiten Residenz über Immobilien.
Drei Gruppen, drei Modelle
- Der Optionsbauer: lebt und arbeitet weiter in Deutschland, besitzt eine Immobilie und ein Aufenthaltsrecht auf den Bahamas und verbringt einige Wochen im Jahr vor Ort.
- Der Pendler: teilt sein Jahr zwischen Europa, den USA und den Bahamas; seine steuerliche Ansässigkeit muss von einem Steuerberater sauber geklärt werden.
- Der Umsiedler: verlegt seinen Lebensmittelpunkt vollständig auf die Bahamas; hier greifen Abmeldung, Wegzugsbesteuerung und Betriebsstätten-Fragen.
Ein Arbeitstag in Freeport: Zeitzone, Internet, Netzwerk
Ein Arbeitstag auf Grand Bahama funktioniert für Unternehmer mit DACH- und US-Kunden besser als in Europa, weil sich die Arbeitszeiten mit beiden Märkten überschneiden. Morgens arbeitest du mit Europa, nachmittags mit Nordamerika.
Mein Tag beginnt früh. Zwischen sieben und zehn Uhr Ortszeit erreiche ich Kunden und Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz noch in deren Nachmittag. Danach folgen Termine mit Banken, Anwälten und Projektpartnern in Florida. Am späten Nachmittag besuche ich Baustellen oder treffe lokale Unternehmer. Folglich ist der Tag dichter, als viele erwarten – aber er endet meist früher als in Deutschland.
Die technische Basis ist entscheidend. Ich arbeite in Freeport mit Starlink; Videokonferenzen und internationale Projekte laufen dadurch stabil. Wer im Homeoffice auf eine verlässliche Verbindung angewiesen ist, sollte trotzdem jede Wohnlage vorher prüfen. Mehr dazu im Beitrag zu Internet und Homeoffice auf den Bahamas.
Das Netzwerk vor Ort ist kleiner als in einer Großstadt, aber dichter. Lokale Unternehmer, Expats aus den USA, Kanada und Europa sowie Anwälte und Banker kennen sich. Zudem ist Miami als Wirtschaftsraum so nah, dass ein Termin dort oft schneller erreichbar ist als von München nach Hamburg. Amazon liefert direkt nach Grand Bahama; die Schnellfähre von Fort Lauderdale nach Freeport nimmt allerdings keine Privatautos mit. Wie Grand Bahama und Florida zusammenwirken, beschreibe ich im Beitrag zum Wohnsitz in Freeport.
Island Time: der unterschätzte Faktor
Auf den Bahamas laufen Behörden, Handwerker und Lieferungen langsamer als in Deutschland. Einheimische nennen das „Island Time“. Wer das akzeptiert und Puffer einplant, arbeitet entspannt. Wer hingegen deutsche Taktung erwartet, wird frustriert. Deshalb rate ich jedem Unternehmer, kritische Prozesse wie Buchhaltung, Banking und Verträge digital und standortunabhängig aufzusetzen.
Lebenshaltungskosten: Bahamas vs. Deutschland
Das Leben auf den Bahamas ist in vielen Kategorien teurer als in Deutschland, weil fast alle Waren importiert werden. Gleichzeitig entfällt am Zielort die Einkommensteuer, und auf Grand Bahama liegt das Preisniveau deutlich unter dem von Nassau.
Die folgenden Werte sind Richtwerte aus meiner eigenen Beobachtung in Freeport (Stand 2025). Sie schwanken je nach Lage, Lebensstil und Saison erheblich.
| Kategorie | Grand Bahama (USD) | Deutschland (EUR) | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Miete 3-Zimmer-Wohnung, gute Lage | ca. 1.500 | ca. 1.200 | Nassau deutlich teurer |
| Lebensmittel pro Person und Monat | ca. 400 | ca. 300 | Importware, Zölle |
| Mittagessen im Restaurant | ca. 15 | ca. 10 | Lokale Küche günstiger |
| Auto pro Monat (ohne Kauf) | ca. 250 | ca. 150 | Kraftstoff, Versicherung |
| Internet, schnell | ca. 100 | ca. 40 | Starlink als Backup üblich |
| Einkommensteuer am Wohnort | 0 % | bis 45 % zzgl. Soli | Deutsche Pflicht bleibt bei Wohnsitz in Deutschland |
Der wichtigste Punkt steht in der letzten Zeile. Die 0 % auf den Bahamas helfen dir nur, wenn deine deutsche Steuerpflicht tatsächlich endet. Solange du in Deutschland einen Wohnsitz oder deinen Lebensmittelpunkt hast, zahlst du dort weiter. Die Steuer- und Abgabenlast auf Arbeit liegt in Deutschland laut OECD (2025) bei 47,9 %. Was dieser Unterschied konkret bedeutet, prüft dein Steuerberater. Einen Eindruck von den Alltagspreisen gibt mein Beitrag zum Einkaufen im Supermarkt auf den Bahamas.
Die richtige Unternehmensstruktur für den Bahamas Lifestyle
Die meisten Unternehmer auf den Bahamas kombinieren eine bahamaische IBC (International Business Company) mit einer US-LLC mit Sitz in Florida. Über 90 % meiner Mandanten nutzen eine IBC; die US-LLC ergänzt sie für Geschäft mit US-Kunden und US-Banking.
Die Logik ist einfach. Die Bahamas IBC eignet sich für internationale Holding- und Handelsaktivitäten außerhalb der Bahamas. Die US-LLC hat ihren Sitz in Florida; die Person dahinter wohnt in Freeport. Dadurch wird die LLC steuerlich zur sogenannten Disregarded Entity. Ich nenne diese Kombination den „US-LLC Hack“. Wichtig: Eine US-LLC hat ihren Sitz nie auf den Bahamas, sondern in einem US-Bundesstaat.
| Struktur | Sitz | Typischer Einsatz | Fallstrick |
|---|---|---|---|
| Bahamas IBC | Bahamas | Holding, internationaler Handel, Beteiligungen | Substanz und Geschäftsleitung müssen stimmen |
| US-LLC | Florida | US-Kunden, US-Banking, Rechnungen in USD | Steuerfolgen hängen vom Wohnsitz des Inhabers ab |
| Deutsche GmbH | Deutschland | Bestehendes operatives Geschäft | Betriebsstätte und Wegzugsbesteuerung bei Umzug |
Für Inhaber einer deutschen GmbH kommt ein dritter Punkt hinzu. Wer mit mindestens 1 % an einer Kapitalgesellschaft beteiligt ist und Deutschland verlässt, löst nach § 6 AStG die Wegzugsbesteuerung aus. Seit dem 1. Januar 2022 gibt es dabei kein EU-Privileg mehr; die Steuer kann auf Antrag in sieben Jahresraten gestundet werden. Zudem kann eine Geschäftsleitung von den Bahamas aus eine Betriebsstätte im Sinne von § 12 AO verschieben. Details erkläre ich in den Beiträgen zur Wegzugsbesteuerung bei der GmbH und zur Betriebsstätte im Ausland. Wie die IBC heute aufgestellt sein muss, steht im Beitrag IBC gründen auf den Bahamas; die Kombination mit der LLC beschreibe ich unter US-LLC und Bahamas-Wohnsitz.
Residency: der rechtliche Anker für den Bahamas Lifestyle
Für den Bahamas Lifestyle als Unternehmer brauchst du ein Aufenthaltsrecht, und die Bahamas bieten zwei Wege über Immobilien: die Home Owner’s Residence Card ohne gesetzliche Mindestinvestition und die Economic Permanent Residency ab 1.000.000 USD in Wohnimmobilien. Einen Mindestaufenthalt schreibt keiner der beiden Wege vor.
| Kriterium | Home Owner’s Residence Card | Economic Permanent Residency |
|---|---|---|
| Investition | Keine gesetzliche Mindestsumme; Immobilienerwerb qualifiziert | Standard ab 1.000.000 USD; Fast Track ab 2.500.000 USD |
| Bearbeitung | Je nach Einzelfall | Standard offiziell 3–9 Monate; Fast Track 21–45 Tage |
| Gültigkeit | Jährlich erneuert | Dauerhaft, vergleichbar mit einer Green Card |
| Kosten | Je nach Einzelfall | 15.000 BSD einmalig + 1.000 BSD jährlich |
| Mindestaufenthalt | Keiner | Keiner; Präsenz-Erwartungen mit dem Immigration Attorney bestätigen |
Die 1.000.000 USD müssen nicht auf einmal fließen. Ein bewährter Weg: Grundstück kaufen, ein Projekt über 1.000.000 USD planen, dann die Residency beantragen. Bei der Standard-Route darfst du bereits auf den Bahamas leben, sobald der Antrag eingereicht und die Immobilie erworben ist. Früher genannte Schwellen von 500.000 oder 750.000 USD sind heute keine festen Mindestsummen mehr. Für den Antrag brauchst du Führungszeugnis, Bankreferenz, Gesundheitszeugnis und Finanznachweise; zudem gehört ein persönliches Interview dazu. Ein B1/B2-Visum für die USA ist für Bahamas-Residents praktisch unerlässlich.
Eine Immobilie ist dabei mehr als ein Visum-Ticket. Sie ist greifbares Eigentum unter Common Law, ohne Lock-up-Period und jederzeit verkäuflich. Warum ich Betongold dabei für die stabilste Basis halte, erkläre ich im Leitfaden zu Betongold-Immobilien. Ein Beispiel für ein Projekt in Freeport sind die ALMA Residences auf Grand Bahama, die ich selbst entwickle.
Wo wohnen? Die Wohnlagen im Vergleich
Für Unternehmer kommen vor allem Grand Bahama mit Freeport und New Providence mit Nassau infrage; Exuma ist eher ein Rückzugsort. Die Wahl hängt davon ab, ob du Ruhe und Nähe zu Florida oder urbane Infrastruktur und Behördennähe suchst.
- Grand Bahama / Freeport: Ruhiger, weitläufiger, moderateres Preisniveau. In der Freeport-Zone gilt das Hawksbill Creek Agreement bis 2054, unter anderem mit zollfreier Einfuhr von Baumaterial – ausschließlich dort, nicht bahamasweit. CPH-Neubauten entstehen hier nach unserer Kalkulation 30–40 % unter Marktwert.
- Nassau / New Providence: Regierungssitz, Banken, mehr internationale Schulen und Restaurants; dafür teurer, dichter und touristischer.
- Exuma: Spektakuläre Natur und Segelreviere, aber wenig Infrastruktur; für den Arbeitsalltag nur mit sehr guter Planung geeignet.
Ich selbst habe mich für Freeport entschieden, weil hier Lebensqualität, Rechtsrahmen und Projektkalkulation am besten zusammenpassen. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Beitrag Grand Bahama vs. Nassau. Familien sollten außerdem die Schulsituation prüfen; dazu mehr im Beitrag zu Schule und Bildung für Expat-Kinder.
Schritt für Schritt zum Bahamas Lifestyle
Der Weg zum Bahamas Lifestyle als Unternehmer folgt einer festen Reihenfolge: erst die deutsche Seite klären, dann Standort und Immobilie wählen, danach Residency, Struktur und Banking aufsetzen. Wer die Reihenfolge umdreht, zahlt meist doppelt.
- Steuerliche Ausgangslage prüfen (12 bis 6 Monate vorher): Dein Steuerberater klärt Wohnsitz, Beteiligungen, Wegzugsbesteuerung und Betriebsstätte.
- Standort vor Ort prüfen: Grand Bahama und Nassau im Vergleich ansehen, Wohnlagen, Schulen und Gesundheitsversorgung prüfen.
- Immobilie oder Grundstück erwerben: Grundbuch, Bauqualität und Erschließung prüfen lassen; bei einem Projekt über 1.000.000 USD ist der Weg zur Economic Permanent Residency offen.
- Residency beantragen: Dokumente zusammenstellen, Interview vorbereiten, Antrag über einen bahamaischen Immigration Attorney stellen.
- Struktur aufsetzen: Bahamas IBC und gegebenenfalls US-LLC in Florida gründen, Verträge und Rechnungsstellung anpassen.
- Banking einrichten: Konten auf den Bahamas und in den USA eröffnen; Wartezeiten von mehreren Wochen einplanen.
- Erst dann über den Lebensmittelpunkt entscheiden: Ob und wann du Deutschland verlässt, entscheidest du mit deinem Steuerberater – der Anker steht bereits.
Diese Reihenfolge hat einen einfachen Grund. Die Bahamas-Seite ist planbar und lässt sich jederzeit ergänzen. Die deutsche Seite ist dagegen oft unumkehrbar, sobald ein Wegzug erfolgt ist. Deshalb steht sie am Anfang, nicht am Ende.
Praxisbeispiel: Ein Tech-Unternehmer vor dem Exit
Ein Tech-Unternehmer aus Berlin, 47, Alleingesellschafter einer Software-GmbH, plante den Verkauf seines Unternehmens innerhalb von drei Jahren. Er kam mit einer verbreiteten Annahme: Wer vor dem Verkauf auf die Bahamas zieht, verkauft steuerfrei.
Die Analyse mit seinem Steuerberater ergab ein anderes Bild. Ein Wegzug vor dem Verkauf hätte nach § 6 AStG die Wegzugsbesteuerung auf die stillen Reserven ausgelöst – so, als hätte er verkauft. Zudem war seine Familie fest in Berlin verankert. Ein schneller Umzug kam deshalb nicht infrage.
Wir entschieden uns für einen gestuften Weg. Er kaufte in Freeport ein Grundstück und plante ein Wohnprojekt über 1.000.000 USD. Danach beantragte er die Economic Permanent Residency über die Standard-Route. Nach rund sieben Monaten hielt er die Karte in der Hand. Steuerlich blieb er in Deutschland ansässig, denn dort lebt er weiter. Den Verkauf und eine mögliche spätere Verlagerung plant er mit seinem Steuerberater – ohne Zeitdruck.
Sein Fazit: „Ich dachte, es geht um Steuern. Am Ende ging es um Optionen. Jetzt habe ich eine, und ich entscheide, wann ich sie nutze.“ Eine Steuerersparnis hat ihm niemand versprochen, und niemand sollte das tun.
Fallstricke beim Bahamas Lifestyle für Unternehmer
Die meisten Fehler entstehen, weil Unternehmer Residency, Steuerresidenz und Staatsbürgerschaft verwechseln oder die deutsche Seite unterschätzen. Diese sechs Fallstricke sehe ich am häufigsten.
- Die 183-Tage-Regel überschätzen. Viele glauben, wer 183 Tage im Ausland verbringt, ist in Deutschland nicht mehr steuerpflichtig. Entscheidend ist jedoch, ob du in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hast. Mehr dazu im Beitrag Die 183-Tage-Regel ist kein Freifahrtschein.
- Einen Mindestaufenthalt auf den Bahamas annehmen. Die Bahamas verlangen für die Home Owner’s Residence Card und die Economic Permanent Residency keinen Mindestaufenthalt. Präsenz-Erwartungen bestätigt der Immigration Attorney.
- Die GmbH vergessen. Wegzugsbesteuerung und Betriebsstätte können teurer werden als jede Steuerersparnis. Gegenmaßnahme: frühzeitig mit dem Steuerberater planen.
- Eine US-LLC „mit Sitz auf den Bahamas“ gründen wollen. Das gibt es nicht. Die LLC sitzt in Florida, der Inhaber wohnt in Freeport.
- Banking zu spät angehen. Kontoeröffnungen dauern auf den Bahamas oft Wochen. Mehr dazu im Beitrag zum Bankkonto auf den Bahamas.
- Innerhalb der EU umziehen und es Plan B nennen. Wer nach Portugal oder Zypern geht, wechselt das Zimmer, nicht das Haus.
Einordnung: Der Bahamas Lifestyle als Plan B außerhalb der EU
Der Bahamas Lifestyle für Unternehmer ist im Kern ein Plan B außerhalb der EU: ein Anker, der Sicherheit durch Eigentum, einen steuerneutralen Standort und ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in der Nähe des US-Marktes verbindet. Innerhalb der EU gibt es diese Kombination nicht.
Das hat mit der Richtung in Europa zu tun. Portugal beendete sein NHR-Regime 2024, Spanien sein Golden Visa im April 2025. Das UK schaffte den Non-Dom-Status zum 6. April 2025 ab. Gleichzeitig gilt die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG seit 2022 ohne EU-Privileg. Wer innerhalb der EU umzieht, bleibt folglich im selben System. Die drei Säulen des Bahamas-Modells – Sicherheit, Escape, Anker – setzen dagegen genau dort an, wo Europa unsicherer wird.
Ich bin kein Steuerberater und kein Auswanderer-Berater. Ich bin Plan B Architekt: Ich baue die Struktur, die steht, bevor du sie brauchst. Mehr über meinen Weg findest du auf der Seite über mich; wie ich selbst angekommen bin, beschreibe ich in meinem Buch „Auswandern Bahamas“. Einen Überblick über alle Schritte gibt die Seite Auswandern Bahamas.
Fazit: Nicht die Steuer entscheidet, sondern die Struktur
Der Bahamas Lifestyle als Unternehmer funktioniert – aber nicht als Steuertrick. Er funktioniert als Arbeitsmodell in der US-Zeitzone, als Anker unter Common Law und als Option außerhalb der EU.
Die Kernaussagen: Die Bahamas erheben 0 % Einkommensteuer, 0 % Kapitalertragsteuer und 0 % Erbschaftsteuer. Deine deutsche Steuerpflicht bleibt jedoch bestehen, solange dein Lebensmittelpunkt in Deutschland liegt. Die Home Owner’s Residence Card hat keine gesetzliche Mindestinvestition, die Economic Permanent Residency beginnt bei 1.000.000 USD. Einen Mindestaufenthalt gibt es nicht. Die bewährte Struktur ist die Bahamas IBC kombiniert mit einer US-LLC in Florida.
Der wahre Luxus ist nicht Besitz. Es sind Optionen. Wer nur einen Plan hat, ist erpressbar. Ich bin diesen Weg selbst gegangen. Dreimal.
Häufige Fragen zum Bahamas Lifestyle für Unternehmer
Was kostet das Leben auf den Bahamas für Unternehmer pro Monat?
Ein Unternehmer-Haushalt auf Grand Bahama braucht als grober Richtwert 3.000 bis 6.000 USD im Monat für Miete, Lebensmittel, Auto und Freizeit, abhängig von Lage und Lebensstil. Nassau liegt deutlich darüber. Lebensmittel sind wegen der Importe teurer als in Deutschland. Am Zielort fällt dafür keine Einkommensteuer an.
Kann ich mein deutsches Unternehmen von den Bahamas aus führen?
Ja, technisch ist das dank Eastern Time Zone, stabiler Internetverbindung und kurzer Wege nach Miami gut möglich. Steuerlich ist es jedoch heikel: Eine Geschäftsleitung von den Bahamas aus kann die Betriebsstätte der GmbH verschieben, und ein Wegzug kann nach § 6 AStG die Wegzugsbesteuerung auslösen. Das prüft dein Steuerberater vor jedem Schritt.
Muss ich 183 Tage auf den Bahamas leben?
Nein, die Bahamas schreiben für die Home Owner’s Residence Card und die Economic Permanent Residency keinen Mindestaufenthalt vor. Die 183-Tage-Regel ist eine Faustregel aus Doppelbesteuerungsabkommen und entscheidet nicht allein über die deutsche Steuerpflicht. Maßgeblich ist, ob du in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hast.
Welche Firma gründen Unternehmer auf den Bahamas?
Die meisten Unternehmer nutzen eine Bahamas IBC, kombiniert mit einer US-LLC mit Sitz in Florida. Über 90 % der Mandanten von Christoph Albeck nutzen eine IBC. Die US-LLC dient dem Geschäft mit US-Kunden und dem US-Banking; weil der Inhaber in Freeport wohnt, wird sie steuerlich zur Disregarded Entity.
Wie hoch ist die Mindestinvestition für eine Residency auf den Bahamas?
Für die Home Owner’s Residence Card gibt es keine gesetzliche Mindestinvestition; der Kauf einer Wohnimmobilie qualifiziert. Die Economic Permanent Residency verlangt mindestens 1.000.000 USD in Wohnimmobilien, die Fast-Track-Route mindestens 2.500.000 USD. Die Antragskosten betragen 15.000 BSD einmalig und 1.000 BSD jährlich.
Wie lange dauert die Economic Permanent Residency?
Die Standard-Route der Economic Permanent Residency dauert offiziell drei bis neun Monate, die Fast-Track-Route 21 bis 45 Tage. Bei der Standard-Route darfst du bereits auf den Bahamas leben, sobald der Antrag eingereicht und die Immobilie erworben ist. Zum Verfahren gehört ein persönliches Interview.
Bekomme ich mit der Bahamas Residency einen Pass?
Nein, die Residency ist ein Aufenthaltsrecht, keine Staatsbürgerschaft. Eine bahamaische Staatsbürgerschaft ist frühestens nach zehn Jahren möglich. Die Residency bringt auch keinen Schengen-Zugang und keine US-Aufenthaltsrechte. Für Reisen in die USA ist ein B1/B2-Visum für Bahamas-Residents praktisch unerlässlich, weil fast jede Anreise über Florida führt.
Wie sicher sind die Bahamas für Unternehmerfamilien?
Die Bahamas sind politisch stabil, seit 1973 unabhängig und folgen dem englischen Common Law. Die Kriminalität konzentriert sich vor allem auf bestimmte Viertel in Nassau; auf Grand Bahama und den Family Islands ist die Lage ruhiger. Wie überall hängt die Sicherheit stark von der Wohnlage ab, die du vor Ort prüfen solltest.
Gibt es auf den Bahamas gute Schulen für Expat-Kinder?
Ja, vor allem in Nassau gibt es mehrere private internationale Schulen mit englischsprachigem Unterricht; auch auf Grand Bahama existieren Privatschulen. Die Auswahl ist kleiner als in Großstädten Europas oder Floridas. Familien sollten Plätze, Lehrpläne und Abschlüsse frühzeitig vor Ort prüfen.
Ist das Leben auf den Bahamas teurer als in Deutschland?
Ja, viele Alltagskosten wie Lebensmittel, Strom und Internet liegen über deutschem Niveau, weil fast alles importiert wird. Grand Bahama ist dabei günstiger als Nassau. Gleichzeitig erheben die Bahamas keine Einkommen-, Kapitalertrag- oder Erbschaftsteuer; ob das für dich wirkt, hängt davon ab, ob deine deutsche Steuerpflicht endet.
Wer ist Christoph Albeck?
Christoph Albeck ist Diplom-Volkswirt und seit 30 Jahren Immobilienentwickler, unter anderem auf Mallorca, in den USA und auf den Bahamas. Er lebt seit 2020 in Freeport auf Grand Bahama, entwickelt dort selbst Wohnprojekte wie die ALMA Residences und begleitet Unternehmer aus dem DACH-Raum als Plan B Architekt beim Aufbau einer Wohnsitz-Option außerhalb der EU.
Warum Grand Bahama statt Dubai?
Christoph Albeck hat Dubai getestet und verworfen, weil dort ein starker Heimatmarkt fehlt. Die VAE erheben zudem seit 2023 9 % Körperschaftsteuer. Grand Bahama bietet dagegen Common Law, 0 % Einkommensteuer, ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht über Immobilien und die Nähe zum US-Markt mit rund 20 Minuten Flugzeit nach Miami.
Was ist das Hawksbill Creek Agreement?
Das Hawksbill Creek Agreement ist ein Vertrag zwischen der Regierung der Bahamas und der Grand Bahama Port Authority, der bis 2054 gilt. Es gewährt in der Freeport-Zone auf Grand Bahama besondere Vorteile, etwa die zollfreie Einfuhr von Baumaterial. Diese Vorteile gelten ausschließlich in der Freeport-Zone, nicht auf den gesamten Bahamas.
Was bedeutet „Auswandern ohne auszuwandern“?
„Auswandern ohne auszuwandern“ ist der Ansatz von Christoph Albeck, eine Wohnsitz-Option außerhalb der EU aufzubauen, ohne Deutschland zu verlassen. Unternehmer erwerben eine Immobilie und ein Aufenthaltsrecht auf den Bahamas, während Betrieb und Familie in Deutschland bleiben. Mehr dazu im Beitrag zum Wohnsitz in Freeport.
Zwei Wege – je nachdem, wer du bist
Ein Plan B außerhalb der EU entsteht nicht durch Lesen. Er entsteht durch einen ersten konkreten Schritt. Welcher passt zu dir?
🏝️ Du willst selbst investieren
Du willst den Bahamas Lifestyle nicht nur denken, sondern mit greifbarem Eigentum absichern. Die CPH Investment Group entwickelt Boutique-Projekte in Freeport – klein, transparent, Sicherheit vor Rendite.
🤝 Sie vermitteln oder beraten
Sie betreuen Unternehmer, die eine Option außerhalb der EU suchen. Im Partnerprogramm der CPH Investment Group kooperieren wir mit Steuerberatern, Maklern und Family Officern.

