Bahamas Nationalparks: 32 Schutzgebiete, die kaum ein Besucher kennt

Inhaltsverzeichnis
  1. Wie viele Nationalparks haben die Bahamas?
  2. Die wichtigsten Bahamas Nationalparks im Überblick
  3. Grand Bahama: Nationalparks vor meiner Haustür
  4. Wildlife auf den Bahamas: Welche Tiere du siehst
  5. Besuch planen: Anreise, Regeln, Reisezeit
  6. Praxisbeispiel: Wie Natur eine Standortentscheidung verändert
  7. Typische Fehler beim Besuch der Bahamas Nationalparks
  8. Einordnung: Natur als Standortfaktor für deinen Plan B
  9. Fazit: Die Bahamas sind größer als ihre Strände
  10. Häufige Fragen zu den Nationalparks der Bahamas
  11. Zwei Wege – je nachdem, wer du bist

Wenn ich von Freeport aus nach Osten fahre, erreiche ich irgendwann den Lucayan National Park: Kiefernwald, Mangroven, ein Höhlensystem unter der Erde und ein Strand, an dem oft kein einziger Mensch steht. Viele Besucher der Bahamas sehen davon nichts, weil sie zwischen Hotel, Kreuzfahrtterminal und Strandbar pendeln. Dabei gehören die Bahamas Nationalparks zu den eindrucksvollsten Schutzgebieten der gesamten Karibik.

Ich lebe seit 2020 auf Grand Bahama und entwickle hier selbst Immobilien. Deshalb schaue ich auf die Natur der Bahamas mit zwei Blicken: als jemand, der sie im Alltag genießt, und als jemand, der weiß, wie stark geschützte Landschaften die Lebensqualität eines Standorts prägen. Beides findest du in diesem Ratgeber.

Du erfährst, wie viele Nationalparks es gibt, wer sie verwaltet, welche Parks sich wirklich lohnen, welche Tiere du dort siehst, wie du einen Besuch planst und welche Fehler Besucher immer wieder machen. Alle Zahlen stammen vom Bahamas National Trust (BNT), der gesetzlich beauftragten Naturschutzorganisation des Landes, und sind mit Jahr gekennzeichnet.

Wie viele Nationalparks haben die Bahamas?

Die Bahamas haben 32 Nationalparks, die zusammen mehr als 2,2 Millionen Acres Land- und Meeresfläche schützen (Bahamas National Trust, 2023). Verwaltet werden sie vom Bahamas National Trust, einer Organisation, die 1959 per Gesetz gegründet wurde und bis heute die meisten Schutzgebiete des Landes betreut.

Die Geschichte beginnt 1958. Damals leitete der Naturforscher Ilya Tolstoy eine Expedition in die Exuma Cays und empfahl, eine Organisation nach dem Vorbild des britischen National Trust zu gründen. Daraufhin wurde am 13. Juli 1959 der Bahamas National Trust Act unterzeichnet. Gleichzeitig entstand der Exuma Cays Land and Sea Park – nach Angaben der BNT das erste Meeresschutzgebiet der Bahamas und der gesamten Karibik.

Seitdem ist das Netz stetig gewachsen. Heute reichen die Bahamas Nationalparks von Kiefernwäldern auf Abaco über Höhlensysteme auf Grand Bahama und Blue Holes auf Andros bis zu den Salzseen von Inagua. Zudem erklärten die Bahamas 2011 ihre Gewässer zum Haischutzgebiet und verboten den kommerziellen Haifang. Für ein Land mit rund 700 Inseln und etwa 2.400 Cays, von denen nur rund 30 bewohnt sind, ist dieser Schutz ein zentraler Standortfaktor.

Warum die Bahamas Nationalparks so vielfältig sind

Die Vielfalt erklärt sich aus der Geografie. Die Bahamas erstrecken sich über mehrere hundert Kilometer von der Nähe Floridas bis fast nach Kuba. Folglich wechseln Klima, Vegetation und Lebensräume deutlich: Im Norden dominieren Karibische Kiefernwälder, im Süden trockene Buschlandschaften und Salzseen. Darüber hinaus prägen Korallenriffe, Seegraswiesen, Mangroven und Blue Holes die Küsten. Diese Mischung macht die Inseln zu einem wichtigen Rast- und Brutgebiet für Zugvögel.

Was die Schutzgebiete für Bewohner bedeuten

Für Menschen, die auf den Bahamas leben oder einen zweiten Wohnsitz aufbauen, sind die Bahamas Nationalparks Teil des Alltags. Sie schützen Küsten vor Bebauung, sichern Fischbestände und halten Erholungsräume dauerhaft offen. Wer einen Ort als Anker wählt, wählt deshalb auch seine Landschaft. Wie eine Immobilie auf den Bahamas zum rechtlichen Anker für einen Plan B außerhalb der EU wird, beschreibe ich im Leitfaden zur zweiten Residenz über Immobilien.

Die wichtigsten Bahamas Nationalparks im Überblick

Die bekanntesten Bahamas Nationalparks sind der Exuma Cays Land and Sea Park, der Inagua National Park, der Lucayan National Park auf Grand Bahama, der Abaco National Park und der Blue Holes National Park auf Andros. Jeder Park schützt einen anderen Lebensraum.

NationalparkInselGegründetGrößeBesonderheit
Exuma Cays Land and Sea ParkExuma1958112.640 Acres Land und MeerErstes Meeresschutzgebiet der Karibik, Fischfangverbot
Inagua National ParkGreat Inagua1965287 QuadratmeilenGrößte Brutkolonie des Kubaflamingos, rund 70.000 Tiere
Lucayan National ParkGrand Bahama1982rund 40 Acres LandflächeUnterwasser-Höhlensystem mit 10,3 km kartierten Gängen
Abaco National ParkAbaco199420.500 AcresBahama-Amazonen, die in Bodenhöhlen brüten
Blue Holes National ParkAndros200240.000 AcresBlue Holes im Inland und am Meer
Rand Nature CentreGrand Bahamak. A.k. A.Naturlehrpfad in Freeport, Sitz der BNT auf Grand Bahama

Quellen: Bahamas National Trust (Parkprofile), Wikipedia (Lucayan National Park). Wo keine verlässliche Zahl vorliegt, steht „k. A.“.

Exuma Cays Land and Sea Park

Der Exuma Cays Land and Sea Park ist der meistbesuchte Nationalpark der Bahamas und gilt als weltweit erstes integriertes Land- und Meeresschutzgebiet. Er wurde 1958 eingerichtet und umfasst 112.640 Acres. Im Park sind Fischen, Muschelsammeln und das Fangen von Conch verboten. Für Boote gibt es Mooring-Bojen; die Parkwächter sind über UKW-Kanal 9 erreichbar. 2018 erhielt der Park den Platinum Global Ocean Refuge Award. Details stehen auf der Parkseite des Bahamas National Trust. Wer die Exumas insgesamt bereisen will, findet Routen im Exuma-Reiseguide.

Inagua National Park

Der Inagua National Park schützt seit 1965 auf 287 Quadratmeilen die größte Brutkolonie des Kubaflamingos (West Indian Flamingo) weltweit. Laut Bahamas National Trust leben auf Inagua heute rund 70.000 Flamingos, nachdem die Art dort über vier Jahrzehnte vom Rand des Aussterbens zurückgekehrt ist. Der Park ist ein Ramsar-Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung und ein Important Bird Area. Neben Flamingos leben hier die Bahama-Amazone, der endemische Inagua-Kolibri (Inagua Woodstar), Löffler, Reiher und Pelikane. Mehr dazu in der BNT-Beschreibung des Inagua National Park und in meinem Beitrag zu den Flamingos im Inagua-Nationalpark.

Abaco National Park

Der Abaco National Park wurde 1994 gegründet und schützt 20.500 Acres Karibischen Kiefernwald und Trockenwald im Süden von Abaco. Er ist das Refugium der Bahama-Amazone, eines Papageis, der hier – anders als fast alle Papageien weltweit – in unterirdischen Kalksteinhöhlen brütet. Nach Angaben der BNT wuchs die Population von rund 1.500 Tieren (1994) auf 2.400 (2006) und nach einem Programm zur Bekämpfung von Fressfeinden ab 2009 auf rund 8.900 Tiere. Bemerkenswert: Mehr als 800 Briefe von Schulkindern trugen zur Gründung des Parks bei. Quelle ist die Parkseite des Abaco National Park.

Blue Holes National Park auf Andros

Der Blue Holes National Park wurde 2002 eingerichtet und schützt auf 40.000 Acres zahlreiche Blue Holes sowie die umgebenden Kiefern- und Trockenwälder. Andros ist die größte Insel der Bahamas und bekannt für ihre Blue Holes – senkrechte Höhlen im Kalkstein, die mit Süß- und Salzwasser gefüllt sind. Vor der Ostküste liegt zudem eines der längsten Barriereriffe der westlichen Hemisphäre. Für Taucher und Naturliebhaber ist Andros deshalb ein eigenes Reiseziel; mehr dazu im Beitrag Andros: Tauchen im Blauen Loch.

Weitere Schutzgebiete: Eleuthera, New Providence und die Family Islands

Neben den großen Bahamas Nationalparks betreut der Bahamas National Trust zahlreiche kleinere Schutzgebiete, die oft übersehen werden. Auf Eleuthera liegt das Leon Levy Native Plant Preserve, ein Schaugarten für heimische Pflanzen und traditionelle Heilpflanzen der Bahamas. Auf New Providence, also direkt bei Nassau, gehören The Retreat Garden, der Bonefish Pond National Park und der Primeval Forest National Park zum Netz der BNT. Gerade für Besucher, die nur Nassau sehen, sind diese Parks ein guter Einstieg in die Natur der Inseln.

Darüber hinaus schützt die BNT abgelegene Inseln und Cays, die nur per Boot erreichbar sind, etwa Conception Island sowie mehrere kleine Cays vor Abaco. Diese Gebiete sind wichtige Brutplätze für Seevögel und Meeresschildkröten. Folglich gelten dort besonders strenge Regeln für Besucher. Wer mit einem eigenen Boot unterwegs ist, sollte sich deshalb vorab über Anlegeverbote und Schonzeiten informieren.

Grand Bahama: Nationalparks vor meiner Haustür

Grand Bahama bietet mit dem Lucayan National Park und dem Rand Nature Centre zwei Schutzgebiete, die von Freeport aus in kurzer Zeit erreichbar sind. Für Residents bedeutet das: Naturerlebnis ohne Inlandsflug.

Der Lucayan National Park wurde im März 1982 eingerichtet. Er ist klein, aber bedeutend: Unter dem Park liegt eines der längsten kartierten Unterwasser-Höhlensysteme der Welt mit rund 10,3 Kilometern erfasster Gänge. 1979 wurde hier die Krebstier-Klasse der Remipedia erstmals wissenschaftlich beschrieben. Zudem ist der Park ein Important Bird Area für Arten wie den Dickschnabelvireo, die Bahamaschwalbe und den Olivkappen-Waldsänger. Holzstege führen durch Mangroven zu einem langen, meist menschenleeren Strand.

Das Rand Nature Centre liegt dagegen mitten in Freeport. Es dient als Sitz des Bahamas National Trust auf Grand Bahama, hat Naturlehrpfade durch Kiefernwald und ist ein guter Ort, um heimische Vögel zu beobachten. Für Familien mit Kindern ist es ein naheliegender Einstieg.

Was der Hurrikan Dorian verändert hat

Im September 2019 traf der Hurrikan Dorian Abaco und Grand Bahama mit großer Wucht. Auch Wälder und Schutzgebiete wurden schwer beschädigt. Seitdem arbeiten die BNT und Freiwillige an der Wiederherstellung. Für Besucher heißt das: Einige Wege und Einrichtungen können vorübergehend eingeschränkt sein. Es lohnt sich, den aktuellen Zustand vor dem Besuch zu prüfen. Wie du das Hurrikan-Risiko insgesamt einordnest, steht im Beitrag zur Hurrikansaison auf den Bahamas.

Wie sich das Leben in Freeport abseits der Parks anfühlt, beschreibe ich im Beitrag Leben in Freeport auf Grand Bahama.

Wildlife auf den Bahamas: Welche Tiere du siehst

Die bekanntesten Tiere der Bahamas Nationalparks sind Kubaflamingos auf Inagua, Bahama-Amazonen auf Abaco und Inagua, Felsenleguane in den Exumas, Meeresschildkröten, Haie und eine große Vielfalt an Riff-Fischen. Viele Arten sind endemisch, kommen also nur hier vor.

TierWo du es siehstSchutzstatus und Hinweis
KubaflamingoInagua National ParkRund 70.000 Tiere (BNT); Nationalvogel der Bahamas
Bahama-AmazoneAbaco National Park, InaguaAuf Abaco Brut in Bodenhöhlen; Bestand nach Schutzprogramm gewachsen
FelsenleguaneExuma CaysStreng geschützt; Füttern schadet den Tieren
MeeresschildkrötenKüsten, SeegraswiesenGeschützt; Abstand halten
HaieGesamte GewässerSeit 2011 kommerzieller Haifang verboten
Inagua-KolibriInaguaEndemische Art

Unter Wasser beginnt die zweite Hälfte der Natur. Korallenriffe, Seegraswiesen und Mangroven bilden die Kinderstube für Fische, Langusten und Conch. Wer schnorchelt oder taucht, sieht im Schutzgebiet deutlich mehr Leben als außerhalb, weil dort nicht gefischt wird. Die besten Spots stelle ich im Beitrag zu Tauchen und Schnorcheln auf den Bahamas vor.

Ein Hinweis zu den bekannten schwimmenden Schweinen in den Exumas: Sie sind eine Touristenattraktion, aber kein Teil eines Nationalparks und kein natürliches Wildlife. Mehr dazu im Beitrag zum Pig Beach in den Exumas.

Besuch planen: Anreise, Regeln, Reisezeit

Ein Besuch der Bahamas Nationalparks erfordert mehr Planung als ein Strandurlaub, weil die Parks auf verschiedenen Inseln liegen und viele nur per Boot oder Inlandsflug erreichbar sind. Die beste Reisezeit liegt zwischen Dezember und Mai.

  1. Ausgangspunkt wählen: Nassau und Freeport haben die besten internationalen Verbindungen, meist über Miami oder Fort Lauderdale. Von Miami nach Grand Bahama sind es rund 20 Minuten Flugzeit.
  2. Parks bündeln: Grand Bahama (Lucayan, Rand) lässt sich mit dem Auto erkunden. Exuma erreichst du per Boot oder Charter. Inagua und Andros brauchen eigene Inlandsflüge.
  3. Regeln kennen: In vielen Schutzgebieten gilt Fischfang-, Sammel- und Fütterungsverbot. Im Exuma Cays Land and Sea Park sind Mooring-Bojen zu nutzen; Anker beschädigen Seegras und Korallen.
  4. Saison beachten: Die atlantische Hurrikansaison läuft vom 1. Juni bis 30. November. Für Vogelbeobachtung sind die Wintermonate besonders günstig, weil dann Zugvögel überwintern.
  5. Lokale Führer buchen: Für Inagua, Andros und Abaco lohnen sich ortskundige Guides, weil Wege und Zugänge nicht immer ausgeschildert sind.

Zur Planung nach Monaten empfehle ich den Beitrag zur besten Reisezeit für die Bahamas. Wer Abaco und weniger bekannte Inseln erkunden will, findet Tipps unter Long Island und Abaco: Geheimtipps. Segler planen ihre Route am besten mit dem Beitrag zu Segeln und Charter auf den Bahamas.

Praxisbeispiel: Wie Natur eine Standortentscheidung verändert

Ein Ehepaar aus Hamburg, beide Ende 50, ein Familienunternehmen in zweiter Generation, suchte einen Zweitwohnsitz außerhalb der EU. Sie kamen zunächst mit einem klaren Favoriten: Nassau, wegen der Infrastruktur.

Während eines Aufenthalts auf Grand Bahama verbrachten sie einen Vormittag im Lucayan National Park und einen Nachmittag im Rand Nature Centre. Danach verschob sich ihr Blick. Ihnen wurde klar, dass sie auf den Bahamas vor allem Ruhe, Natur und Wasser suchten – nicht Stadtleben. Gleichzeitig wollten sie die Nähe zu Florida behalten.

Sie entschieden sich schließlich für eine Immobilie in Freeport und beantragten die Home Owner’s Residence Card, für die es keine gesetzliche Mindestinvestition gibt. Ihr Lebensmittelpunkt und ihre Steuerpflicht blieben in Deutschland. Ihr Fazit: „Wir haben eine Immobilie gesucht und einen Ort gefunden. Den Unterschied haben wir erst im Park verstanden.“

Typische Fehler beim Besuch der Bahamas Nationalparks

Die häufigsten Fehler entstehen aus Unwissen über Regeln, Entfernungen und Jahreszeiten. Diese sechs sehe ich immer wieder.

  1. Nationalparks mit Touristenattraktionen verwechseln. Pig Beach oder Hotelstrände sind keine Schutzgebiete. Gegenmaßnahme: gezielt BNT-Parks ansteuern.
  2. Muscheln, Conch oder Korallen mitnehmen. In Schutzgebieten ist das verboten. Gegenmaßnahme: nur Fotos mitnehmen.
  3. Tiere füttern. Füttern verändert das Verhalten von Leguanen, Fischen und Haien und kann sie krank machen. Gegenmaßnahme: Abstand halten.
  4. Distanzen unterschätzen. Zwischen Exuma, Inagua und Andros liegen Inlandsflüge, die nicht täglich verkehren. Gegenmaßnahme: maximal zwei Inseln pro Reise.
  5. Die Hurrikansaison ignorieren. Zwischen Juni und November können Stürme Pläne kurzfristig ändern. Gegenmaßnahme: flexible Buchungen und Reiseversicherung.
  6. Ohne Guide in abgelegene Parks fahren. Auf Inagua und Andros sind Wege oft nicht markiert. Gegenmaßnahme: ortskundige Führer buchen.

Einordnung: Natur als Standortfaktor für deinen Plan B

Für Menschen, die auf den Bahamas einen zweiten Wohnsitz aufbauen, sind die Bahamas Nationalparks mehr als ein Ausflugsziel: Sie sichern Lebensqualität, schützen Küsten und machen geschützte Landschaften dauerhaft zugänglich. Ein Standort mit intakter Natur bleibt auch in 20 Jahren lebenswert.

Ich sehe das in meiner Arbeit täglich. Wer einen Plan B außerhalb der EU sucht, fragt zuerst nach Steuern und Residency. Am Ende entscheiden sich viele aber für einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen. Deshalb gehört ein Tag im Nationalpark für mich zu jeder ernsthaften Standortprüfung. Mehr über meinen Weg und meine Arbeit findest du auf der Seite über mich als Plan B Architekt. Warum eine Immobilie im Ausland zudem dein Vermögen breiter aufstellt, erkläre ich im Leitfaden zur Immobilien-Diversifikation im Ausland.

Die Rahmendaten bleiben dabei nüchtern: Die Home Owner’s Residence Card hat keine gesetzliche Mindestinvestition, die Economic Permanent Residency beginnt bei 1.000.000 USD in Wohnimmobilien. Einen Mindestaufenthalt gibt es nicht. Laut Bahamas Investment Authority erheben die Bahamas 0 % Einkommensteuer, 0 % Kapitalertragsteuer und 0 % Erbschaftsteuer; deine deutsche Steuerpflicht bleibt jedoch bestehen, solange dein Lebensmittelpunkt in Deutschland liegt. Was das konkret bedeutet, prüft dein Steuerberater. In Freeport entwickle ich selbst Wohnprojekte wie die ALMA Residences auf Grand Bahama. Meinen eigenen Weg beschreibe ich im Buch „Auswandern Bahamas“ und auf der Seite Auswandern Bahamas.

Fazit: Die Bahamas sind größer als ihre Strände

Die Bahamas Nationalparks zeigen eine Seite des Landes, die in keinem Hotelprospekt steht: Flamingokolonien auf Inagua, brütende Papageien in Bodenhöhlen auf Abaco, Unterwasserhöhlen auf Grand Bahama und das erste Meeresschutzgebiet der Karibik in den Exumas.

Die Kernpunkte: Die 32 Bahamas Nationalparks schützen mehr als 2,2 Millionen Acres (BNT, 2023). Der Exuma Cays Land and Sea Park entstand 1958, der Inagua National Park 1965, der Lucayan National Park 1982, der Abaco National Park 1994. Die beste Reisezeit liegt zwischen Dezember und Mai. Regeln wie Fischfang- und Fütterungsverbote gelten konsequent.

Ich habe in Deutschland, auf Mallorca, in den USA und auf den Bahamas gelebt und entwickelt. Selten habe ich einen Ort gesehen, an dem Natur und Alltag so nah beieinanderliegen wie auf Grand Bahama. Genau das ist für mich ein Teil dessen, was einen Ort zum Anker macht.

Häufige Fragen zu den Nationalparks der Bahamas

Wie viele Nationalparks gibt es auf den Bahamas?

Die Bahamas haben 32 Nationalparks, die nach Angaben des Bahamas National Trust von 2023 mehr als 2,2 Millionen Acres Land- und Meeresfläche schützen. Die Parks verteilen sich auf viele Inseln, darunter Exuma, Inagua, Grand Bahama, Abaco, Andros, Eleuthera und New Providence. Die meisten werden vom Bahamas National Trust verwaltet.

Wer verwaltet die Nationalparks der Bahamas?

Die Nationalparks der Bahamas werden überwiegend vom Bahamas National Trust verwaltet. Die Organisation wurde 1959 durch den Bahamas National Trust Act gegründet und ist gesetzlich mit dem Schutz von Natur- und Kulturerbe beauftragt. Sie betreibt Parkwächter, Besucherzentren und Schutzprogramme, etwa für Flamingos auf Inagua und Papageien auf Abaco.

Welcher ist der älteste Nationalpark der Bahamas?

Der älteste Nationalpark der Bahamas ist der Exuma Cays Land and Sea Park, der 1958 eingerichtet wurde. Er gilt als erstes Meeresschutzgebiet der Bahamas und der gesamten Karibik und als weltweit erstes integriertes Land- und Meeresschutzgebiet. Der Park umfasst 112.640 Acres; Fischen und Sammeln sind dort verboten.

Wo sieht man auf den Bahamas Flamingos?

Flamingos siehst du vor allem im Inagua National Park auf Great Inagua. Dort lebt nach Angaben des Bahamas National Trust die weltweit größte Brutkolonie des Kubaflamingos mit rund 70.000 Tieren. Der Park wurde 1965 gegründet und ist ein Ramsar-Feuchtgebiet. Der Flamingo ist zudem der Nationalvogel der Bahamas.

Was ist das Besondere am Lucayan National Park?

Der Lucayan National Park auf Grand Bahama schützt eines der längsten kartierten Unterwasser-Höhlensysteme der Welt mit rund 10,3 Kilometern erfasster Gänge. Der Park wurde 1982 eingerichtet; 1979 wurde dort die Krebstier-Klasse Remipedia erstmals beschrieben. Holzstege führen durch Mangroven zu einem langen, meist ruhigen Strand.

Kann man in den Nationalparks der Bahamas fischen?

Nein, in vielen Nationalparks der Bahamas ist das Fischen verboten, etwa im Exuma Cays Land and Sea Park. Dort gilt zudem ein Verbot für das Sammeln von Muscheln und Conch. Seit 2011 ist außerdem der kommerzielle Haifang in allen bahamaischen Gewässern untersagt. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Park.

Wann ist die beste Reisezeit für die Nationalparks der Bahamas?

Die beste Reisezeit für die Nationalparks der Bahamas liegt zwischen Dezember und Mai. In diesen Monaten ist es trockener und weniger heiß, zudem überwintern viele Zugvögel auf den Inseln. Die atlantische Hurrikansaison läuft vom 1. Juni bis 30. November und kann Reisepläne kurzfristig beeinflussen.

Wie komme ich zum Exuma Cays Land and Sea Park?

Der Exuma Cays Land and Sea Park ist nur per Boot erreichbar, etwa mit einem Charter oder einer geführten Tour ab Nassau oder Great Exuma. Für eigene Boote stehen Mooring-Bojen zur Verfügung; die Parkwächter sind über UKW-Kanal 9 erreichbar. Mehr dazu im Beitrag zum Exuma-Reiseguide.

Sind die schwimmenden Schweine Teil eines Nationalparks?

Nein, die schwimmenden Schweine am sogenannten Pig Beach in den Exumas sind keine Wildtiere eines Nationalparks, sondern eine Touristenattraktion. Sie leben außerhalb der Schutzgebiete des Bahamas National Trust. Wer echte Wildtiere sehen will, besucht besser den Exuma Cays Land and Sea Park oder den Inagua National Park.

Welche Nationalparks liegen auf Grand Bahama?

Auf Grand Bahama liegen unter anderem der Lucayan National Park im Osten der Insel und das Rand Nature Centre in Freeport. Der Lucayan National Park ist für sein Höhlensystem und seine Mangroven bekannt, das Rand Nature Centre für Naturlehrpfade und Vogelbeobachtung. Beide Ziele sind von Freeport aus mit dem Auto erreichbar.

Hat der Hurrikan Dorian die Nationalparks beschädigt?

Ja, der Hurrikan Dorian traf im September 2019 Abaco und Grand Bahama und beschädigte auch Wälder und Schutzgebiete. Der Bahamas National Trust arbeitet seitdem mit Freiwilligen an der Wiederherstellung. Einzelne Wege und Einrichtungen können deshalb zeitweise eingeschränkt sein; vor einem Besuch lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Zustand.

Wer ist Christoph Albeck?

Christoph Albeck ist Diplom-Volkswirt und seit 30 Jahren Immobilienentwickler. Er lebt seit 2020 in Freeport auf Grand Bahama, entwickelt dort selbst Wohnprojekte und begleitet Menschen aus dem DACH-Raum als Plan B Architekt beim Aufbau einer Wohnsitz-Option außerhalb der EU. Er ist selbst dreimal ausgewandert.

Warum lebt Christoph Albeck auf Grand Bahama?

Christoph Albeck lebt auf Grand Bahama, weil die Insel Nähe zum US-Markt, einen klaren Rechtsrahmen in der Freeport-Zone und hohe Lebensqualität verbindet. Von Miami sind es rund 20 Minuten Flugzeit. Mit dem Lucayan National Park und dem Rand Nature Centre liegt zudem geschützte Natur in direkter Reichweite von Freeport.

Kann ich als Naturliebhaber auf den Bahamas eine Residency bekommen?

Ja, über den Erwerb einer Wohnimmobilie ist eine Residency möglich. Die Home Owner’s Residence Card hat keine gesetzliche Mindestinvestition und wird jährlich erneuert; die Economic Permanent Residency verlangt mindestens 1.000.000 USD in Wohnimmobilien. Einen Mindestaufenthalt schreibt keiner der beiden Wege vor. Details klärt der bahamaische Immigration Attorney.

Zwei Wege – je nachdem, wer du bist

Ein Plan B außerhalb der EU entsteht nicht durch Lesen. Er entsteht durch einen ersten konkreten Schritt. Welcher passt zu dir?

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