Inhaltsverzeichnis
- Was hat sich steuerlich auf den Bahamas wirklich geändert?
- Das Hawksbill Creek Agreement: Freeports einzigartiger Schutzschild bis 2054
- Gilt der DMTT auch in Freeport? Die wichtige Nuance
- Warum Freeport und nicht Nassau?
- Die Steuerstruktur der Bahamas im Überblick 2026
- Was bedeutet die Wegzugsbesteuerung für dich?
- Wie funktioniert die Bahamas Permanent Residency?
- Firmengründung in Freeport: Deine Optionen
- Banking auf den Bahamas: Was du wissen musst
- Immobilien in Freeport: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
- Häufige Fragen und Missverständnisse
- Wie sieht ein typischer Alltag in Freeport aus?
- Schritt für Schritt: Der Weg nach Freeport
- Was passiert mit deinem deutschen Vermögen nach dem Wegzug?
- Mein persönliches Fazit nach über 30 Jahren Auswanderungserfahrung
- Fazit: Was du jetzt wissen musst
Seit Wochen lese ich in deutschen Unternehmer-Foren immer wieder dieselbe Frage: „Führen die Bahamas jetzt auch Unternehmenssteuern ein?“
Ich sitze gerade auf meiner Terrasse in Freeport, Grand Bahama, und schaue auf den Atlantik. Mein Laptop zeigt mir Schlagzeilen über die neue Bahamas-Körperschaftsteuer — und ich verstehe, warum das Verwirrung stiftet. Die Antwort ist differenzierter, als die meisten Artikel vermitteln. Und für dich als Unternehmer, der über einen Wohnsitzwechsel nachdenkt, ist sie entscheidend.
In diesem Artikel erkläre ich dir, was sich steuerlich wirklich geändert hat, was das Hawksbill Creek Agreement bedeutet, warum Freeport auf Grand Bahama eine Ausnahmestellung genießt — und warum die Bahamas für Unternehmer mit einem Vermögen unter 750 Millionen Euro nach wie vor das steuerlich attraktivste Land der Welt sind.
Tipp: Alles, was du über das Auswandern auf die Bahamas wissen musst — von der Residenz über die Firmengründung bis zum Banking — habe ich in meinem Buch zusammengefasst.
Was hat sich steuerlich auf den Bahamas wirklich geändert?
Im November 2024 hat die Bahamas-Regierung den sogenannten Domestic Minimum Top-Up Tax Act (DMTT) verabschiedet. Dieser setzt die OECD Pillar Two-Regelung um — ein globales Mindeststeuerrahmenwerk, das sicherstellen soll, dass multinationale Großkonzerne mindestens 15% Steuern auf ihre Gewinne zahlen.
Klingt dramatisch. Ist es aber nur für eine sehr spezifische Gruppe von Unternehmen. Denn der DMTT gilt ausschließlich für multinationale Unternehmensgruppen mit einem globalen Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro. Wir sprechen hier von Konzernen wie Apple, IKEA oder Volkswagen — nicht von deutschen Unternehmern, die ihr Vermögen schützen und steueroptimiert leben wollen.
Für alle anderen — also für dich und die überwiegende Mehrheit der Unternehmer, die ich berate — gilt weiterhin: Die Bahamas erheben keine Einkommensteuer, keine Körperschaftsteuer, keine Kapitalertragsteuer und keine Erbschaftsteuer.
Das Hawksbill Creek Agreement: Freeports einzigartiger Schutzschild bis 2054
Jetzt kommt der Teil, der Freeport auf Grand Bahama von allen anderen Standorten auf den Bahamas — und von nahezu jedem anderen Standort weltweit — unterscheidet.
Am 4. August 1955 unterzeichneten die Regierung der Bahamas und Wallace Groves im Namen der Grand Bahama Port Authority (GBPA) das Hawksbill Creek Agreement. Dieses Abkommen gab der GBPA das exklusive Recht, rund 50.000 Acres unerschlossenes Land in der Mitte von Grand Bahama zu entwickeln — im Gegenzug für den Bau eines Tiefwasserhafens, eines Flughafens, eines Krankenhauses, Schulen und weiterer Infrastruktur.
Als zusätzlichen Anreiz gewährte die Regierung der GBPA und allen lizenzierten Unternehmen in der Port Area weitreichende Steuerbefreiungen. Dieses Abkommen wurde mehrfach verlängert und gilt heute bis zum Jahr 2054.
Was bedeutet das konkret? Die offizielle Antwort der GBPA auf die Frage „Welche Steuern müssen in Grand Bahama gezahlt werden?“ lautet schlicht: „There are no taxes, except for annual property service charges.“
Keine Einkommensteuer. Keine Körperschaftsteuer. Keine Kapitalertragsteuer. Keine Erbschaftsteuer. Keine Vermögensteuer. Lediglich eine jährliche Grundstücksservicegebühr — und das bis mindestens 2054.

Gilt der DMTT auch in Freeport? Die wichtige Nuance
Hier wird es technisch — und ich möchte transparent sein, denn ich habe selbst nachgeforscht. Der DMTT Act enthält in Sektion 3 ausdrücklich, dass er auch für die Port Area gilt, also für Freeport. Das klingt zunächst nach einem Widerspruch zum Hawksbill Creek Agreement.
Der entscheidende Punkt: Der DMTT gilt auch in Freeport — aber eben nur für multinationale Konzerne mit über 750 Millionen Euro Jahresumsatz. Für Port Licensees, die Teil einer solchen Unternehmensgruppe sind, kann die 15%-Mindeststeuer anfallen.
Für dich als Unternehmer, Selbstständiger oder Investor mit einem Vermögen unter dieser Schwelle ändert sich absolut nichts. Das Hawksbill Creek Agreement schützt dich weiterhin vollständig. Freeport bleibt bis 2054 eine der wenigen echten Steueroasen der Welt — legal, stabil und vertraglich garantiert.
Ich empfehle dir, bei steuerlichen Fragen immer einen spezialisierten Steuerberater hinzuzuziehen — sowohl in Deutschland (für die korrekte Abmeldung und Wegzugsbesteuerung) als auch auf den Bahamas.
Warum Freeport und nicht Nassau?
Eine Frage, die mir meine Klienten oft stellen: Warum empfiehlst du Freeport auf Grand Bahama und nicht Nassau auf New Providence? Nassau ist doch bekannter, internationaler, lebendiger.
Das stimmt. Aber Freeport hat Vorteile, die Nassau nicht bieten kann — und das Hawksbill Creek Agreement ist der wichtigste davon. Dazu kommen:
- Geografische Lage: Freeport liegt nur 100 Kilometer von Palm Beach, Florida, entfernt. Ich bin in 20 Minuten mit dem Flugzeug in den USA — für Geschäfte, Meetings, Arzttermine.
- Lebensqualität: Weniger Tourismus, mehr Ruhe, echte Gemeinschaft. Freeport ist kein Urlaubsort — es ist ein Ort zum Leben und Arbeiten.
- Immobilienpreise: Deutlich günstiger als Nassau. Du bekommst hier für denselben Preis erheblich mehr — und die Renditen für Investoren sind entsprechend attraktiver.
- Entwicklungspotenzial: Grand Bahama befindet sich in einer Phase des Wiederaufbaus und der Neuinvestition. Wer jetzt kommt, profitiert von den niedrigsten Einstiegspreisen der nächsten Dekade.
- Steuergarantie bis 2054: Das Hawksbill Creek Agreement gibt dir eine vertragliche Sicherheit, die kein anderer Standort weltweit in dieser Form bieten kann.
Ich habe selbst die Wahl getroffen. Nach Mallorca, nach Punta Cana — und dann auf die Bahamas. Und innerhalb der Bahamas habe ich mich bewusst für Freeport entschieden. Nicht aus Zufall, sondern nach gründlicher Analyse. Mehr dazu findest du in meinem kompletten Guide zum steuerfreien Leben auf den Bahamas.
Erlebe Freeport selbst: Worte können nicht ersetzen, was du siehst, wenn du hier ankommst. Komm auf die Bahamas Experience Reise und überzeuge dich vor Ort — ich zeige dir persönlich, warum ich hier lebe und investiere.
Die Steuerstruktur der Bahamas im Überblick 2026
Damit du einen vollständigen Überblick hast, fasse ich die aktuelle Steuerstruktur der Bahamas zusammen — unterschieden nach Wohnort und Unternehmenstyp:
- Einkommensteuer für Privatpersonen: 0% — überall auf den Bahamas, auch in Nassau
- Körperschaftsteuer für lokale Unternehmen: 0% — für Unternehmen, die nur auf den Bahamas tätig sind
- Kapitalertragsteuer: 0% — keine Steuer auf Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien, Aktien oder anderen Vermögenswerten
- Erbschaftsteuer: 0% — dein Vermögen geht vollständig an deine Erben
- Business Licence Tax: Geringe Jahresgebühr auf den Bruttoumsatz (je nach Branche 0,5–1,5%)
- VAT (Mehrwertsteuer): 10% auf Waren und Dienstleistungen
- DMTT (Pillar Two): 15% — ausschließlich für multinationale Konzerne mit 750 Mio. EUR+ Umsatz
- In Freeport zusätzlich: Alle oben genannten Steuerbefreiungen plus Zollfreiheit und weitere Vergünstigungen durch das Hawksbill Creek Agreement bis 2054
Zum Vergleich: In Deutschland zahlst du als Unternehmer kombiniert aus Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer schnell 45–50% auf deinen Gewinn. Auf den Bahamas — und insbesondere in Freeport — sind es 0%.



Was bedeutet die Wegzugsbesteuerung für dich?
Ein Thema, das viele Unternehmer zurückschrecken lässt: die deutsche Wegzugsbesteuerung. Wenn du Deutschland verlässt und Anteile an einer GmbH oder AG hältst, behandelt das Finanzamt dies wie einen fiktiven Verkauf — du zahlst Steuer auf den Wertzuwachs deiner Unternehmensanteile, auch wenn du gar nichts verkauft hast.
Das klingt abschreckend. Ist es aber beherrschbar — wenn du es richtig planst. Ich habe das selbst durchgemacht und in meinem Buch ausführlich beschrieben. Wichtig zu wissen:
- Stundung ist möglich: Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Steuer gestundet werden — ohne Zinsen, wenn du in einen EU/EWR-Staat ziehst. Bei Drittstaaten wie den Bahamas gelten andere Regeln.
- Timing ist entscheidend: Der Zeitpunkt des Wegzugs, der Unternehmenswert zum Zeitpunkt des Wegzugs und die Struktur deiner Beteiligungen bestimmen die Steuerlast.
- Strukturierung hilft: Eine frühzeitige Umstrukturierung — zum Beispiel über eine Holding oder eine US-LLC — kann die Wegzugssteuer erheblich reduzieren.
- Professionelle Beratung ist Pflicht: Das ist kein Bereich für Selbstversuche. Ein spezialisierter Steuerberater für internationale Steuerplanung ist hier unverzichtbar.
Ich kann dir keine steuerliche Beratung geben — das ist die Aufgabe deines Steuerberaters. Was ich dir geben kann: die Erfahrung von jemandem, der diesen Weg gegangen ist, und das Netzwerk der richtigen Ansprechpartner auf den Bahamas und in Deutschland.
Wie funktioniert die Bahamas Permanent Residency?
Um die steuerlichen Vorteile der Bahamas vollständig nutzen zu können, musst du deinen steuerlichen Wohnsitz dorthin verlegen. Das bedeutet in der Regel, dass du die Bahamas Permanent Residency (PR) beantragst und deinen deutschen Wohnsitz aufgibst.
Die Bahamas bieten zwei Hauptwege zur Permanent Residency:
- Residency by Investment: Investition in Bahamas-Immobilien im Wert von mindestens 1.000.000 USD (Stand 2025). Bei Investitionen über 1,5 Millionen USD wird die PR beschleunigt bearbeitet.
- Annual Residency Permit: Für Personen, die regelmäßig auf den Bahamas leben, ohne die Investitionsschwelle zu erreichen. Jährlich erneuerbar.
In Freeport gibt es zusätzlich die Möglichkeit, über eine GBPA-Lizenz als Unternehmer tätig zu werden — was den Aufenthaltsstatus weiter absichert. Mehr Details zur Residenz findest du in meinem Artikel über die IBC-Gründung auf den Bahamas.
Firmengründung in Freeport: Deine Optionen
Wenn du in Freeport geschäftlich tätig sein willst, hast du mehrere Optionen. Die häufigsten sind:
- International Business Company (IBC): Die klassische Offshore-Struktur der Bahamas. Ideal für Holding-Zwecke, internationale Investments und Vermögensverwaltung. Keine Steuern auf Gewinne aus dem Ausland.
- GBPA Port Licensee: Für Unternehmen, die physisch in Freeport tätig sind. Erfordert eine Lizenz der Grand Bahama Port Authority und gibt Zugang zu allen Vorteilen des Hawksbill Creek Agreements.
- US-LLC Kombination: Eine US-LLC (vorzugsweise in Wyoming oder Delaware) in Kombination mit einem Bahamas-Wohnsitz ist für viele meiner Klienten die optimale Struktur. Die LLC ist in den USA steuerlich transparent — du zahlst Steuern dort, wo du wohnst. Und wenn du auf den Bahamas wohnst: 0%.
Welche Struktur für dich die richtige ist, hängt von deiner persönlichen Situation ab — Herkunftsland, Art der Einkünfte, Familiensituation, Vermögenshöhe. Das besprechen wir in einem persönlichen Strategiegespräch.



Banking auf den Bahamas: Was du wissen musst
Ein Thema, das in der Praxis oft unterschätzt wird: das Banking. Die Bahamas haben ein gut entwickeltes Bankensystem — aber es ist nicht so einfach zugänglich wie ein deutsches Konto.
Was du wissen solltest:
- Lokale Banken: Commonwealth Bank, Bank of The Bahamas, Scotiabank und RBC sind die wichtigsten Anbieter. Für ein Konto als Resident brauchst du in der Regel Proof of Address, Reisepass, Referenzschreiben und Nachweis über Einkommensquellen.
- Internationale Banken: Für größere Vermögen empfehle ich internationale Privatbanken mit Bahamas-Präsenz — Citibank, HSBC Private Banking oder spezialisierte Offshore-Banken.
- US-Konto parallel: Da Freeport so nah an Florida liegt, nutzen viele meiner Klienten parallel ein US-Konto — was durch die US-LLC-Struktur sehr einfach möglich ist.
- Krypto und Fintech: Die Bahamas sind einer der wenigen Staaten weltweit mit einer klaren Krypto-Regulierung (DARE Act). Das macht sie auch für digitale Assets interessant.
Immobilien in Freeport: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Ich bin nicht nur aus steuerlichen Gründen auf Grand Bahama. Ich sehe hier eine der attraktivsten Immobilien-Investitionsmöglichkeiten der nächsten Dekade — und ich investiere selbst.
Grand Bahama hat in den letzten Jahren durch Hurricane Dorian (2019) gelitten. Das hat die Preise gedrückt und viele Investoren abgeschreckt. Aber der Wiederaufbau läuft — und wer jetzt einsteigt, kauft zu Preisen, die in fünf Jahren nicht mehr existieren werden.
Meine CPH Investment Group entwickelt aktuell Projekte in Freeport, die Investoren Renditen von 8–12% p.a. ermöglichen — steuerfrei, in USD, mit einem stabilen rechtlichen Rahmen. Mehr dazu findest du auf cphinvestmentgroup.com.
Was mich an Immobilien in Freeport besonders überzeugt:
- Keine Kapitalertragsteuer: Wertzuwachs beim Verkauf ist steuerfrei — sowohl auf den Bahamas als auch (bei korrekter Struktur) für dich persönlich.
- USD-Denomination: Schutz vor Euro-Schwäche und europäischen Währungsrisiken.
- Mietrenditen: Durch die Nähe zu Florida und den wachsenden Tourismus sind Mietrenditen von 6–10% realistisch.
- Residenz-Qualifikation: Immobilienkäufe ab 1.000.000 USD qualifizieren für die Permanent Residency.
Häufige Fragen und Missverständnisse
Frage: Muss ich als Bahamas-Resident noch Steuern in Deutschland zahlen?
Nein — wenn du deinen deutschen Wohnsitz vollständig aufgibst und die Anforderungen für die steuerliche Nicht-Ansässigkeit in Deutschland erfüllst. Das erfordert eine sorgfältige Abmeldung und die Vermeidung von Anknüpfungspunkten (z.B. kein Wohnsitz, keine Betriebsstätte in Deutschland mehr). Die Wegzugsbesteuerung fällt einmalig an, danach bist du frei.
Frage: Ist das legal?
Ja, vollständig. Wohnsitzverlagerung zur Steueroptimierung ist legal — solange du die deutschen Abmeldevorschriften korrekt befolgst und deinen Lebensmittelpunkt tatsächlich auf die Bahamas verlegst. Es gibt keinen Trick, keine Grauzone. Es ist schlicht die Nutzung internationaler Steuergesetze — so wie es Millionen Menschen weltweit tun.
Frage: Was ist mit dem automatischen Informationsaustausch (AIA/CRS)?
Die Bahamas nehmen am Common Reporting Standard (CRS) teil. Das bedeutet: Deine Kontodaten werden mit Deutschland ausgetauscht, wenn du noch steuerlich in Deutschland ansässig bist. Nach dem Wegzug und der vollständigen Abmeldung ist das kein Thema mehr.
Frage: Gilt das Hawksbill Creek Agreement wirklich bis 2054?
Ja. Das wurde zuletzt durch einen Schiedsspruch vom Februar 2026 bestätigt, in dem die Regierung der Bahamas und die GBPA ihre gegenseitigen Verpflichtungen bis 2054 festgeschrieben haben. Das Agreement ist rechtlich bindend und politisch breit unterstützt.
Wie sieht ein typischer Alltag in Freeport aus?
Eine Frage, die ich immer wieder höre: „Christoph, wie sieht dein Alltag auf Grand Bahama wirklich aus?“ Ich möchte dir ein ehrliches Bild geben — kein Hochglanz-Marketing, sondern die Realität.
Mein Morgen beginnt meist früh. Die Karibik hat ihren eigenen Rhythmus — die Sonne geht früh auf, und mit ihr wacht auch das Leben auf. Ich arbeite in den ersten Stunden des Tages am konzentriertesten, weil die Zeitzone (EST, also identisch mit New York) es mir erlaubt, morgens in Ruhe zu arbeiten, bevor Europa aufwacht, und nachmittags mit deutschen Geschäftspartnern zu telefonieren.
Was Freeport im Alltag bietet:
- Einkaufen und Versorgung: Es gibt Supermärkte, Restaurants und alle Grundversorgung. Freeport ist keine Metropole, aber du vermisst nichts Wesentliches. Für spezielle Wünsche fährst du nach Miami.
- Medizinische Versorgung: Freeport hat ein Krankenhaus und mehrere Arztpraxen. Für spezialisierte Eingriffe ist Miami in 20 Flugminuten erreichbar — mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt.
- Internationalität: Die Expat-Community in Freeport ist kleiner als in Nassau, aber eng und herzlich. Du triffst Unternehmer, Investoren und Abenteurer aus aller Welt.
- Natur und Freizeitmöglichkeiten: Tauchen, Angeln, Segeln, Golfen — Freeport bietet alles, was das Herz begehrt. Die Natur ist unberührt und atemberaubend schön.
- Sicherheit: Grand Bahama ist deutlich ruhiger und sicherer als Nassau. Ich lebe hier ohne die Sicherheitsbedenken, die viele Leute mit der Karibik verbinden.
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Die Infrastruktur ist nicht so zuverlässig wie in Deutschland — Stromausfälle kommen vor, das Internet ist manchmal langsam, und Bürokratie kann zäh sein. Aber das ist der Preis für Freiheit. Und für mich ist dieser Preis mehr als gerechtfertigt.
Schritt für Schritt: Der Weg nach Freeport
Wenn du jetzt denkst „Das klingt gut — aber wie fange ich an?“, dann habe ich eine klare Antwort für dich. Es gibt keinen einzigen richtigen Weg, aber es gibt eine bewährte Reihenfolge, die ich meinen Klienten empfehle:
- Schritt 1 — Informieren: Lies, recherchiere, sprich mit Menschen, die den Weg bereits gegangen sind. Mein Buch „Auswandern Bahamas“ ist ein guter Startpunkt. Es enthält alle Fehler, die ich gemacht habe — damit du sie nicht wiederholen musst.
- Schritt 2 — Vor Ort erleben: Komm auf die Bahamas, bevor du eine Entscheidung triffst. Verbring eine Woche in Freeport. Schau dir Immobilien an. Sprich mit Expats. Meine Bahamas Experience Reise ist dafür konzipiert.
- Schritt 3 — Steuerberater einschalten: Noch in Deutschland, bevor du irgendetwas unternimmst: Sprich mit einem auf internationales Steuerrecht spezialisierten Berater. Die Wegzugsbesteuerung muss korrekt geplant werden.
- Schritt 4 — Struktur aufbauen: Entscheide, welche Unternehmensstruktur für dich passt — US-LLC, Bahamas IBC oder GBPA-Lizenz. Das hängt von deinen Einkunftsarten und Zielen ab.
- Schritt 5 — Wohnsitz verlegen: Konto eröffnen, Immobilie kaufen oder mieten, Residency beantragen, deutschen Wohnsitz abmelden. In dieser Reihenfolge.
- Schritt 6 — Leben: Der schönste Schritt. Ankommen, einleben, genießen.
Der gesamte Prozess dauert in der Regel 6 bis 18 Monate — je nach Komplexität deiner Situation. Wer es eilig hat, kann schneller vorgehen. Wer es sorgfältig angehen will, nimmt sich mehr Zeit. Beides ist richtig.
Was passiert mit deinem deutschen Vermögen nach dem Wegzug?
Eine Frage, die viele Unternehmer beschäftigt: Was passiert mit meinen deutschen Immobilien, meinem deutschen Depot, meiner deutschen GmbH — wenn ich auf die Bahamas ziehe?
Die kurze Antwort: Du kannst sie behalten. Der Wegzug bedeutet nicht, dass du dein deutsches Vermögen aufgeben musst. Es bedeutet nur, dass du deinen steuerlichen Wohnsitz verlegst.
Was das konkret bedeutet:
- Deutsche Immobilien: Mieteinnahmen aus deutschen Immobilien unterliegen weiterhin der deutschen Besteuerung — das ist das sogenannte Belegenheitsprinzip. Aber Gewinne aus dem Verkauf nach 10 Jahren Haltedauer sind steuerfrei (Spekulationsfrist).
- Deutsches Depot: Nach dem Wegzug zahlst du auf neue Kursgewinne und Dividenden keine deutschen Steuern mehr — wenn du korrekt abgemeldet bist. Bereits aufgelaufene Gewinne werden bei Wegzug fiktiv realisiert und versteuert.
- Deutsche GmbH: Hier ist die Wegzugsbesteuerung am relevantesten. Der Wert deiner GmbH-Anteile wird bei Wegzug fiktiv verkauft und versteuert. Aber: Nach dem Wegzug gehören zukünftige Gewinne und Wertsteigerungen dir — steuerfrei.
- Neue Investitionen: Alles, was du nach dem Wegzug aufbaust — neue Unternehmen, neue Investments, neue Immobilien — gehört dir ohne deutschen Steuerzugriff.
Das ist der eigentliche Hebel: Nicht das Vermögen, das du heute hast, sondern das Vermögen, das du in den nächsten 10, 20, 30 Jahren aufbauen wirst. Dieses Vermögen behältst du vollständig — wenn du jetzt die richtige Entscheidung triffst.
Mehr Details zur steuerlichen Behandlung deines deutschen Vermögens nach dem Wegzug findest du in meinem kompletten Guide zum steuerfreien Leben auf den Bahamas.
Mein persönliches Fazit nach über 30 Jahren Auswanderungserfahrung
Ich habe dreimal ausgewandert. Das erste Mal 1993 nach Mallorca — mit viel Enthusiasmus und wenig Planung. Das zweite Mal nach Punta Cana in der Dominikanischen Republik — ein Fehler, den ich in meinem Buch offen beschreibe. Und das dritte Mal auf die Bahamas — diesmal mit dem Wissen, das mir die ersten beiden Erfahrungen gegeben haben.
Was ich dir sagen kann: Die Bahamas — und insbesondere Freeport auf Grand Bahama — sind nicht perfekt. Es gibt Herausforderungen: die Infrastruktur ist nicht so entwickelt wie in Europa, die Auswahl an Restaurants und Kulturangeboten ist begrenzter als in einer Weltstadt, und der Wiederaufbau nach Dorian ist noch nicht abgeschlossen.
Aber wenn du als Unternehmer dein Vermögen schützen, legal Steuern sparen und gleichzeitig in einem der schönsten Orte der Welt leben willst — dann gibt es kaum eine bessere Adresse als Freeport, Grand Bahama. Das Hawksbill Creek Agreement gibt dir eine Sicherheit, die kein anderes Land der Welt in dieser Form bieten kann: vertragliche Steuerfreiheit bis 2054.
Und das ist kein Marketing. Das ist mein Leben.
Fazit: Was du jetzt wissen musst
Die Schlagzeilen über „Bahamas Unternehmenssteuern“ sind irreführend. Die Wahrheit ist differenzierter — und für dich als Unternehmer mit einem Vermögen unter 750 Millionen Euro deutlich positiver, als die Medien vermitteln.
- Der DMTT (15% Mindeststeuer) gilt ausschließlich für multinationale Konzerne mit 750 Mio. EUR+ Umsatz — nicht für dich.
- Freeport auf Grand Bahama ist durch das Hawksbill Creek Agreement bis 2054 steuerlich geschützt — keine Einkommensteuer, keine Körperschaftsteuer, keine Kapitalertragsteuer.
- Die Bahamas bleiben eines der steuerlich attraktivsten Länder der Welt für Privatpersonen und KMU-Inhaber.
- Der Weg dorthin erfordert sorgfältige Planung — Wegzugsbesteuerung, Abmeldung, Unternehmensstruktur. Aber er ist legal, erprobt und für viele meiner Klienten der beste finanzielle Schritt ihres Lebens.
Wenn du konkrete Fragen hast oder wissen willst, ob dieser Weg für dich der richtige ist, lass uns sprechen. Ich biete kostenlose Erstgespräche an — ohne Verkaufsdruck, ohne Versprechen, die ich nicht halten kann. Nur ein ehrliches Gespräch über deine Situation und deine Möglichkeiten.
Bereit für deinen nächsten Schritt? Lass uns in einem kostenlosen Strategiegespräch deine persönliche Bahamas-Strategie entwickeln — basierend auf deiner konkreten Situation, deinem Vermögen und deinen Zielen.
Über Christoph Albeck
Ich bin dreimal ausgewandert — das erste Mal 1993 nach Mallorca, dann nach Punta Cana, und schließlich auf die Bahamas. Heute lebe ich auf Grand Bahama und entwickle als Gründer der CPH Investment Group Immobilien in Miami und Grand Bahama für internationale Kapitalanleger. In meinem Buch „Auswandern Bahamas“ teile ich alle Fehler und Erkenntnisse aus über 30 Jahren Erfahrung — damit du es besser machst als ich.
Quellen
[1] Grand Bahama Port Authority: Knowledgebase — Taxes in Grand Bahama
[2] Higgs & Johnson: The Domestic Minimum Top-Up Tax Act (März 2025)
[3] PwC Tax Summaries: Taxes on corporate income – The Bahamas
[4] Wikipedia: Hawksbill Creek Agreement — History and Tax Exemptions
[5] Office of the Prime Minister: Statement on Tribunal Ruling (März 2026)

