Ich sitze hier auf Grand Bahama, 20 Minuten Flug von Miami entfernt. Wenn ich auf mein Handy schaue, sehe ich Nachrichten von deutschen Unternehmern, die gerade ihre dritte Immobilie gekauft haben – und zum dritten Mal die Rechnung nicht verstehen. Sie haben kalkuliert: Kaufpreis, Makler, Notar. Alles sauber durchgerechnet. Dann kommt jedoch die Steuer auf den Grunderwerb. 6,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Bei einer Immobilie für 500.000 Euro sind das folglich 32.500 Euro – zusätzlich. Geld, das nicht in die Immobilie fließt. Geld, das einfach weg ist.
Aber was die meisten nicht wissen: Die Steuer auf den Grunderwerb ist nur der Anfang. Sie ist der sichtbare Teil einer strukturellen Falle im Steuerrecht, die den deutschen Markt für Immobilien für Investoren zunehmend unattraktiv macht. Während andere Länder den Kauf von Immobilien fördern, macht Deutschland sie systematisch teurer. Dies hat daher Folgen – nicht nur für dein Portemonnaie, sondern für die gesamte Kalkulation der Rendite.
Was ist die Grunderwerbsteuer – und warum zahlst du sie?
Die Steuer auf den Grunderwerb ist eine Steuer, die beim Kauf von Grundstücken oder Immobilien fällig wird. Sie berechnet sich als Prozentsatz vom Kaufpreis – nicht vom Verkehrswert, nicht vom Betrag der Finanzierung, sondern vom tatsächlichen Kaufpreis inklusive aller Nebenleistungen. Verkaufst du eine Immobilie für 400.000 Euro, zahlst du folglich in Berlin 6 Prozent Steuer auf den Grunderwerb: 24.000 Euro. Direkt an das Finanzamt. Bevor du einen einzigen Quadratmeter nutzen kannst.
Diese Steuer wird von den Ländern des Bundes erhoben. Daher variiert der Satz erheblich. Bayern und Sachsen verlangen 3,5 Prozent. Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Saarland und Thüringen hingegen kassieren 6,5 Prozent. Dies sind Unterschiede, die bei größeren Käufen schnell fünfstellige Beträge ausmachen. Ein und dieselbe Immobilie kostet dich folglich in München 17.500 Euro Steuer auf den Grunderwerb bei 500.000 Euro Kaufpreis – in Düsseldorf sind es 32.500 Euro. Gleiche Immobilie, 15.000 Euro Unterschied.
Die Steuer auf den Grunderwerb wird fällig, sobald der notarielle Kaufvertrag unterschrieben ist. Du kannst sie nicht auf die Immobilie umlegen. Zudem kannst du sie nicht absetzen – außer du vermietest die Immobilie gewerblich, dann als Nebenkosten der Anschaffung über die Abschreibung. Aber selbst dann dauert das Jahre. Die Steuer ist jedoch sofort weg. Die Rendite kommt vielleicht irgendwann.
Was dir niemand vorher sagt: Die versteckten Kosten der Grunderwerbsteuer
Die meisten Käufer kalkulieren mit dem Kaufpreis und vielleicht noch dem Makler. Die Steuer auf den Grunderwerb ist jedoch nur ein Teil einer Lawine an Kosten, die viele erst im Nachhinein verstehen. Hier sind die fünf größten Pain Points, die ich in den letzten Jahren immer wieder gesehen habe – mit exakten Zahlen aus der Praxis.
1. Bis zu 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer – und kein Weg daran vorbei
Die Grunderwerbsteuer liegt in Deutschland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Das Verbraucherportal Finanztip bestätigt: In sechs Bundesländern zahlst du den Höchstsatz von 6,5 Prozent. Das betrifft NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Saarland und Thüringen. Wer in diesen Regionen eine Immobilie für 600.000 Euro kauft, zahlt 39.000 Euro Grunderwerbsteuer – zusätzlich zum Kaufpreis. Diese 39.000 Euro sind weg. Sie erhöhen nicht den Wert deiner Immobilie. Sie fließen direkt an den Staat.
Gleichzeitig gibt es keine Möglichkeit, diese Steuer zu umgehen – außer durch Share Deals, die seit Jahren politisch bekämpft werden. Wer legal kauft, zahlt jedoch. Ohne Wenn und Aber. Während Bayern mit 3,5 Prozent noch halbwegs moderat bleibt, sind die Unterschiede zwischen den Ländern des Bundes absurd. Ein und derselbe Kauf kostet dich folglich in München 21.000 Euro Steuer auf den Grunderwerb – in Düsseldorf 39.000 Euro. Das ist kein Rundungsfehler. Das ist hingegen eine strukturelle Benachteiligung.
2. Kaufnebenkosten summieren sich auf bis zu 15 Prozent des Kaufpreises
Die Steuer auf den Grunderwerb kommt nie allein. Hinzu kommen Kosten für Notar und Grundbuch (ca. 2 Prozent), Courtage für den Makler (bis 7,14 Prozent in einigen Ländern des Bundes) und gegebenenfalls Nebenkosten der Finanzierung. In der Summe sprechen wir daher von 12 bis 15 Prozent des Kaufpreises – reine Nebenkosten. Bei einem Kauf von 500.000 Euro sind das 60.000 bis 75.000 Euro, die du zusätzlich aufbringen musst. Geld, das folglich nicht in die Immobilie fließt. Geld, das deine Quote an Eigenkapital senkt und deine Finanzierung verteuert.
Diese Nebenkosten sind ein struktureller Nachteil gegenüber anderen Märkten. Auf den Bahamas gibt es keine Steuer auf den Grunderwerb. In Florida zahlst du beim Kauf von Immobilien dokumentarische Steuern auf Stempel von unter 1 Prozent. In Deutschland hingegen gehst du mit 12 bis 15 Prozent Nebenkosten ins Rennen – bevor die Immobilie überhaupt dir gehört. Das schmälert folglich die Rendite von Anfang an.
3. Keine Steuerbefreiung für Selbstnutzer – außer bei Schenkungen
Viele glauben, dass die Steuer auf den Grunderwerb entfällt, wenn sie selbst einziehen. Das ist jedoch falsch. Die Steuer auf den Grunderwerb wird beim Kauf fällig – unabhängig davon, ob du die Immobilie vermietest oder selbst nutzt. Die einzige Ausnahme: Schenkungen und Erbschaften innerhalb der Familie sind befreit. Wer am freien Markt kauft, zahlt dennoch – immer. Selbst wenn du die Immobilie 30 Jahre selbst bewohnst, zahlst du beim Kauf die volle Steuer auf den Grunderwerb.
Für Selbstnutzer bedeutet das: Die Steuer auf den Grunderwerb ist verlorenes Kapital. Du kannst sie nicht absetzen. Zudem kannst du sie nicht refinanzieren. Sie erhöht nicht deinen Wert der Immobilie. Sie ist dennoch einfach weg. Und weil sie sofort fällig wird, schmälert sie dein Eigenkapital – und damit deine Position bei der Verhandlung der Finanzierung.
4. Share Deals werden immer stärker reguliert – die letzte Lücke schließt sich
Jahrelang haben Investoren die Steuer auf den Grunderwerb durch sogenannte Share Deals umgangen: Statt die Immobilie direkt zu kaufen, kauften sie Anteile an einer Gesellschaft, die die Immobilie hält. Solange weniger als 90 Prozent der Anteile übertragen wurden, fiel keine Steuer auf den Grunderwerb an. Diese Lücke wurde jedoch 2021 geschlossen – die Grenze liegt jetzt bei 90 Prozent statt 95 Prozent. Die politische Diskussion geht zudem weiter: Es gibt Bestrebungen, die Grenze auf 75 Prozent zu senken oder Share Deals ganz zu verbieten.
Das Bundesfinanzministerium argumentiert, dass Share Deals zu erheblichen Steuerausfällen führen. Die Realität ist: Wer legal investieren will, hat immer weniger Möglichkeiten, die Grunderwerbsteuer zu vermeiden. Und selbst wenn du heute noch einen Share Deal konstruieren kannst – wie lange noch? Die Tendenz ist klar: Der Staat will die Grunderwerbsteuer kassieren. Ohne Ausnahme.
5. Grunderwerbsteuer bei Zwangsversteigerungen – auch dann zahlst du
Selbst bei Versteigerungen aufgrund von Zwang entkommst du der Steuer auf den Grunderwerb nicht. Wer eine Immobilie aus der Versteigerung aufgrund von Zwang kauft, zahlt die Steuer auf den Grunderwerb auf den Zuschlagspreis. Das mag auf den ersten Blick fair klingen – in der Praxis bedeutet es jedoch: Selbst wer ein vermeintliches Schnäppchen macht, muss zusätzlich 3,5 bis 6,5 Prozent Steuer auf den Grunderwerb einkalkulieren. Das schmälert folglich den Vorteil erheblich. Eine Immobilie, die für 300.000 Euro versteigert wird, kostet dich in NRW zusätzlich 19.500 Euro Steuer auf den Grunderwerb. Das Schnäppchen wird daher teurer als gedacht.
Der strukturelle Trend: Warum die Grunderwerbsteuer nicht sinken wird
Die Steuer auf den Grunderwerb ist keine vorübergehende Belastung. Sie ist vielmehr Teil eines strukturellen Trends, der den deutschen Markt für Immobilien systematisch verteuert. Während andere Länder den Kauf von Immobilien fördern, macht Deutschland sie teurer – und zwar aus drei Gründen.
Erstens: Die Länder des Bundes sind finanziell unter Druck. Die Steuer auf den Grunderwerb ist eine der wenigen Steuern, die sie selbst erheben können. Zudem brauchen sie das Geld. Zwischen 2006 und 2024 haben 14 von 16 Ländern des Bundes die Steuer auf den Grunderwerb erhöht. Bayern und Sachsen sind hingegen die Ausnahmen – sie blieben bei 3,5 Prozent. Alle anderen haben aufgestockt. NRW von 3,5 auf 6,5 Prozent. Berlin folglich von 3,5 auf 6 Prozent. Die Tendenz ist klar: Die Steuer auf den Grunderwerb wird nicht sinken. Sie wird eher weiter steigen.
Zweitens: Die politische Debatte um die Besteuerung von Immobilien verschärft sich. Es gibt Diskussionen um eine Steuer auf Vermögen, um höhere Steuern auf Erbschaften bei Immobilien, um strengere Regeln für Share Deals. Der Staat sieht folglich Immobilien als Quelle für Einnahmen – nicht als Aufbau von Vermögen für Bürger. Wer heute eine Immobilie kauft, kann dennoch nicht davon ausgehen, dass die steuerliche Belastung in Zukunft sinkt. Das Gegenteil ist vielmehr wahrscheinlicher.
Drittens: Der Vergleich mit anderen Märkten zeigt, wie strukturell benachteiligt Deutschland ist. Auf den Bahamas gibt es keine Grunderwerbsteuer. In Florida zahlst du dokumentarische Stempelsteuern von unter 1 Prozent. In Deutschland hingegen gehst du mit bis zu 15 Prozent Kaufnebenkosten ins Rennen – davon allein 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer. Wer heute in Deutschland kauft, startet mit einem strukturellen Nachteil. Die Rendite muss erst diese Nebenkosten ausgleichen, bevor du überhaupt in die Gewinnzone kommst.
Gleichzeitig zeigen die Daten: Die Rendite sinkt. Die Brutto-Rendite bei der Miete in Deutschland liegt laut Investropa bei 3,8 Prozent. Die Netto-Rendite bei der Miete – nach Steuern, Kosten für Instandhaltung und Verwaltung – liegt hingegen bei 2,5 bis 3,5 Prozent. Das ist knapp über der Inflationsrate. Dies ist zudem vor der Steuer auf den Grunderwerb gerechnet. Wer die Steuer auf den Grunderwerb einrechnet, landet dennoch bei einer Rendite beim Einstieg, die unter der Inflationsrate liegt. Du verlierst folglich real Geld – vom ersten Tag an.
Was Unternehmer mit Substanz jetzt tun – und warum sie anders planen
Wer die Zahlen kennt, plant anders. Die Steuer auf den Grunderwerb ist ein Indikator – nicht das Problem selbst. Das Problem ist vielmehr die strukturelle Benachteiligung des deutschen Marktes für Immobilien. Hohe Nebenkosten beim Kauf, steigende Steuern auf Grundbesitz, sinkende Renditen, massive Pflichten zur Sanierung durch die Richtlinie für Gebäude der EU. Wer heute in Deutschland kauft, kauft folglich in ein System, das gegen ihn arbeitet.
Die Unternehmer, die ich begleite, stellen sich deshalb drei Fragen: Erstens, brauche ich diese Immobilie wirklich in Deutschland? Oder gibt es Alternativen, die steuerlich und im Hinblick auf die Rendite besser performen? Zweitens, kann ich die Steuer auf den Grunderwerb umgehen – legal, durch Strukturierung? Oder akzeptiere ich dennoch, dass sie Teil des Spiels ist? Drittens, was ist folglich mein Exit? Wann verkaufe ich, und wie hoch ist die Steuer auf die Spekulation?
Die meisten meiner Klienten kommen zu dem Schluss: Deutschland ist für Immobilien als Anlage für Kapital zunehmend unattraktiv. Die Steuer auf den Grunderwerb ist dabei nur ein Symptom. Das eigentliche Problem ist hingegen die Kombination aus hohen Nebenkosten beim Kauf, steigenden Steuern, sinkenden Renditen und Druck durch Regulierung. Wer heute kauft, muss folglich damit rechnen, dass die Belastung in Zukunft nicht sinkt – sondern weiter steigt.
Deshalb verlagern viele ihre Investitionen in Immobilien in Märkte, die steuerlich günstiger und im Hinblick auf die Rendite attraktiver sind. Die Bahamas bieten keine Steuer auf den Grunderwerb. Florida bietet hingegen dokumentarische Steuern auf Stempel von unter 1 Prozent. Beide Märkte
Das bedeutet nicht, dass du alle deutschen Immobilien verkaufen sollst. Aber es bedeutet, dass du die Grunderwerbsteuer als das siehst, was sie ist: ein struktureller Nachteil, der deine Rendite schmälert und deine Flexibilität einschränkt. Wer das versteht, plant anders. Und wer anders plant, hat morgen die Wahl.
Fazit: Die Grunderwerbsteuer ist kein Zufall – sie ist System
Das Fass läuft über – und wer die Zahlen kennt, weiß: Das ist kein vorübergehendes Problem. Das ist eine strukturelle Verschiebung. Die Grunderwerbsteuer ist nur ein Symptom eines größeren Trends: Deutschland besteuert Vermögensaufbau systematisch höher als andere Länder. Wer heute eine Immobilie kauft, zahlt bis zu 15 Prozent Nebenkosten – davon allein 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer. Das ist kein Rundungsfehler. Das ist eine bewusste politische Entscheidung.
Die Frage ist nicht ob du reagieren solltest, sondern wann. Wer heute strukturiert, hat morgen die Wahl. Wer wartet, zahlt den Preis – in Form von Steuern, Sanierungskosten oder verlorener Zeit. Ich bin diesen Weg selbst gegangen. Dreimal. Und ich zeige dir, was wirklich funktioniert – nicht als Berater mit Theoriemappe, sondern als Entwickler, der das Fundament baut.
Du kannst dir das Wissen selbst über Jahre aneignen. Oder wir kürzen den Weg ab. In 60 Minuten bauen wir das Fundament für deinen Plan B. Der Plan B Fahrplan zeigt dir, wie du deine steuerliche Struktur so aufbaust, dass du nicht jedes Jahr mehr Grunderwerbsteuer zahlst als du Rendite machst. Keine Theorie. Keine Motivationsrhetorik. Nur das, was funktioniert – bewiesen durch datenbasierte Zahlen und meine eigene Erfahrung aus drei Auswanderungen.
Plan B Fahrplan kostenlos herunterladen →
Dein nächster Schritt
Du hast die Theorie. Hier sind drei konkrete Möglichkeiten, weiterzumachen – je nachdem, wo du gerade stehst:
📖 Download: Wie ich als Unternehmer meinen Steuerwohnsitz auf die Bahamas verlegt habe – kostenlose Kurzversion
Keine Grunderwerbsteuer. Keine Vermögensteuer. Keine Einkommensteuer. So funktioniert der Wohnsitzwechsel auf die Bahamas – aus erster Hand, mit allen Zahlen und Fallstricken, die dir kein Steuerberater erzählt.
⭐ Echte Ergebnisse: Was andere Unternehmer sagen, die ihre Steuerstruktur neu aufgebaut haben
Verifizierte Bewertungen von deutschen Unternehmern, die ihre Immobilien und Steuern umstrukturiert haben. Keine Versprechen – echte Ergebnisse, nachprüfbar und transparent.
🗓️ Kostenlose Steuerstruktur-Analyse – in 60 Minuten bauen wir das Fundament für deinen Plan B
Wir analysieren deine aktuelle Situation: Immobilien, Steuerlast, Struktur. Dann zeige ich dir, wie du die Grunderwerbsteuer umgehst – legal, strukturiert, datenbasiert. Kein Verkaufsgespräch. Nur Klarheit.





